BMW R 1150 GS: Bestseller-Report (Archivversion) »Morgens in den Fünften, abends wieder raus“

Bei den Gebrüdern Huber herrscht Einigkeit. Zumindest, wenn es ums Motorrad geht. Nach einer Probefahrt mit der XJR 1300 von Manfred stand für Siegbert fest: Eine zweite muss in die Garage. Obwohl da schon eine CBR 1000 F stand. Und immer noch steht. Doch so viel Drehmoment und so ein Aussehen, da können die beiden nicht widerstehen. Neumodischer Krams mit Alurahmen und Plastikschalen ist einfach nicht ihr Ding. Außerdem bevorzugen die Brüder eine aufrechte Sitzposition. »So kann man mit dem Motorrad alles machen«, sagt Manfred. Bei aller Einigkeit tun sich auch Unterschiede auf. Nach bisher 19000 Kilometern segelte Manfred bisweilen doch zu hart im Wind, montierte die Halbschale der Ducati Monster. »Bringt aber nicht viel. Und die Federbeine sind zu hart.« Siegbert hingegen rüstete auf einen breiten Superbikelenker um – und kämpft nun jenseits von 200 km/h mit labilem Geradeauslauf. Ganz unterschiedlich ist auch der Verbrauch. Manfred kommt mit guten sechs Litern aus, Siegbert bläst schon mal über acht Liter durch die Vergaser. »Ein bisschen viel«, findet er, während der große Bruder bei einem Motorrad dieser Klasse das ABS und ein ordentliches Gepäcksystem vermisst. »Da hat BMW eindeutig Vorteile.« Eine alternative sind die Weißblauen aber nicht. »Die XJR ist mein Traummotorrad.«

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