BMW R 1150 GS (Reisetest: Nordkap) (Archivversion) So isses

4600 Kilometer, keine gewöhnliche Testdistanz. Allmählich werden Fahrleistungen, sportlich straffe Fahrwerke oder bissige Bremsen zur Nebensache, treten Sitzkomfort, Fahrwerksreserven unter Beladung, Alltagstauglichkeit und Ausstattung in den Vordergrund.Die BMW fügt sich mit Bravour in die Reiserolle, verträgt sich ausgezeichnet mit dem Gepäcksystem, kann fast alles, ein guter Tourenbegleiter. Auch die VFR gefällt, muss sich zwar komfortmäßig den Enduros beugen, setzt aber ihre Agilität dagegen. Die Varadero kann vieles, leidet aber unter dem schwachen hinteren Federbein, das einfach zu wenig Reserven für die Gepäcklast bietet. Trotzdem zählt sie, superbequem und lässig, zu den Favoriten. Die Sprint ST, normalerweise ein potentieller Testsieger, verliert Freunde: zu hart, zu unbequem, zumindest für so lange Strecken. Die Tiger gefällt durchweg, ein launiger Reisegefährte, allerdings mit sehr weichem Fahrwerk, das unter Beladung an seine Grenzen kommt. Ähnlich verhält es sich mit der Diversion, bequem, gut ausgestattet, wartungsarm dank Kardan, kräftig, allerdings ziemlich schwammig im Fahrverhalten. Der Favorit aller sieben Tester heißt allerdings Cagiva Navigator: Straff, aber komfortabel, dabei agil und mit einem superkräftigen, superspontanen Motor – ein Funbike auch für lange Distanzen.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote