BMW R 1150 GS (Reisetest: Nordkap) (Archivversion) ACHTUNG

Eine lange Reise durch den Norden Skandinaviens birgt verschiedenste Tücken. Vorausschauendes Fahren ist in jeder Hinsicht angebracht, um nicht in die eine oder andere Falle zu tappen.Die Polizeipräsenz ist zwar gering, wenn sie sich aber mal sehen lässt, kann’s sehr kostspielig werden. Deshalb Augen auf, vor allem auf den Fernstraßen. Ebenfalls immer im Auge des Fahrers sollte die Tankanzeige oder der Tageskilometerzähler liegen, denn die Tankstellen, gerade im Inland, liegen schon mal mehr als zweihundert Kilometer auseinander.Augen auf vor kreuzenden Rentieren oder gar Elchen. Rentiere sind beinahe allgegenwärtig, treten meist in Herden auf, die ihrem Herdentrieb entsprechend dem Leittier über die Straße folgen. Unfälle sind häufig, Rentiere und erst recht Elche massig. Keine lustige Sache, so ein Crash, zumal ein Arzt erst mal die Distanz zur Unfallstelle zurücklegen muss.Auch über den Zustand der Reifen sollte man sich rechtzeitig Gedanken machen. Der Asphalt ist rau, Ersatzpneus unter Umständen nicht überall greifbar. In einem Land, dessen Bevölkerungsdichte zwölfmal kleiner ist als bei uns sind Motorradreifen entsprechend rar, zumal in besonderen Dimensionen.Wer einen Abstecher auf eine der vielen Schotterstraßen oder ins Gelände macht, sollte sich der Offroad-Tauglichkeit seines Vehikels bewusst sein. Schäden im Nirgendwo erfordern günstigstenfalls schrauberisches Improvisationstalent, im Zweifelsfalle einen Bergehubschrauber.Schließlich gehört nach jeder Tagesetappe ein kurzer Materialcheck zum Abendprogramm, denn Holperbeläge und Vibrationen lösen schon mal die eine oder andere Schraube, uns brach etwa der Topcase-Halter der VFR.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote