Boss Hoss V8, Mega Machine V8 (VT) (Archivversion)

Pleiten und Pannen begleiteten die Mega Machines, redaktionsintern Handy Machine genannt. Nicht etwa wegen ihrer Handlichkeit, sondern weil sich kein Fahrer wegen der Standortbestimmung mehr ohne Handy aus dem Haus traute. Daß neben zahlreichen anderen Mängeln wie instabilem Leerlauf und schlechter Gasannahme der Motor auch noch den Dienst quittierte, überraschte nicht weiter, weil er mit 185 PS sowieso weit hinter den Erwartungen geblieben war. Ein Fahrwerk, das bereits bei moderaten Geschwindigkeiten furchterregend pendelt, und eine Gabel, die schlichtweg katastrophal arbeitet, runden das Fahrwerk ab. Die Sitzposition paßt eher zu einem Gynäkologenstuhl als auf zu einem Zweirad. Allein bei den Bremsen konnte die Mega Machines gegenüber ihrer Konkurrentin Boden gutmachen. Dem Kunden für 80000 Mark ein Bike anzubieten, das mitten in der Entwicklungsphase steckt und allenfalls im Kurzstreckenverkehr bis zur nächsten Eisdiele taugt, ist starker Tobak.

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