Branche: Übernahme Harley-Davidson kauft MV Agusta

In den letzten Wochen verdichteten sich die Gerüchte (MOTORRAD berichtete), jetzt ist es offiziell: Der US-Koloss Harley-Davidson übernimmt die italienische MV Agusta-Gruppe, und zwar zu 100 Prozent. Dafür zahlen die Amis rund 70 Millionen Euro. Sitz der Gruppe bleibt Varese nördlich von Mailand, und auch MV-Präsident Claudio Castiglioni bleibt in Amt und Würden, ebenso wie der legendäre Entwickler Massimo Tamburini, auf dessen Konto neben den MV Agusta-Modellen F4 und der Brutale auch die Ducati 916 geht. Als Geschäftsführer der MV-Gruppe wird ein Vertrauensmann von Harley eingesetzt, der bereits am Montag in Varese eintreffen soll. Der Vertrag sieht außerdem eine Sonderzahlung für Claudio Castiglioni vor, wenn bis 2016 bestimmte Produktionsziele, über die bislang aber noch Stillschweigen herrscht, erreicht werden.

Harley-Davidson kehrt damit an eine alte Produktionsstätte zurück: Am heutigen Sitz von MV in Varese stand bis 1978 das Aermacchi-Werk, das Harley-Davidson gehörte. Dann verkauften die Amerikaner an die Familie Castiglioni, die dort zunächst Cagiva gründete und später MV Agusta wieder aufleben ließ.

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