Bremsanlagen im Vergleich: Einfach kontra aufwändig (Archivversion) Stopp and go-Verkehr

Die Bremse der MV arbeitet umso besser, je wärmer sie ist. Dass zeigt die leicht ansteigende Kurve (links) des Bremsendiagramms. Das diese am Ende sanft abfällt, liegt daran, dass der Fahrer etwas Bremsdruck abbauen musste, um einen Überschlag zu verhindern. Die Unregelmäßigkeiten in der Kurve der Suzuki resultieren aus einem an der Blockiergrenze operierenden Vorderreifen mit einhergehender Rücknahme des Bremsdrucks. Der Peak am Ende der Bremsung markiert den Übergang von Gleit- in Haftreibung. Ein Vorteil der MV-Bremse: Die größere Oberfläche des Sattels führt die Wärme besser ab, die Bauteile und mit ihr die Bremsflüssigkeit erhitzen sich langsamer als bei der Suzuki (Diagramm rechts). Gut: Auch nach vielen aufeinander folgenden Vollbremsungen blieb die Temperatur weit unterhalb des Siedepunkts aktueller Bremsflüssigkeiten wie DOT 4. Die Bremse der MV ist unter Extrembedingungen standfester.

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