Bremsentest (Archivversion) Honda ST 1100 Pan European

Ein Motorrad von solch stattlicher Erscheinung braucht natürlich auch eine stattliche Bremsanlage. Die Honda-Techniker verbauen denn auch alles an der ST 1100, was das Haus an Bremstechnologie zu bieten hat: das »Dual-CBS«-Integralbremssystem, das unabhängig von Hand- oder Fußbremshebelbetätigung immer die vordere und hintere Bremse gleichzeitig betätigt, und das Honda-Antiblockiersystem, das mit beruhigender Zuverlässigkeit blockierende Räder verhindert. Dies bestätigte der Test einmal mehr. Rein subjektiv ist es immer wieder erstaunlich, wie mühelos die Bremsen den Honda-Dampfer verzögern. Spontanes Zupacken zeichnet diese Kombination aus 296 Millimeter messenden Festscheiben mit Dreikolben-Schwimmsätteln ebenso aus wie brachiale Wirkung und ein nicht zu leugnendes Sicherheitsgefühl. Die Meßschriebe bestätigen den positiven Eindruck. Verzögerungen von durchschnittlich 9,3 m/s² solo und immer noch 8,3 m/s² im Zweipersonenbetrieb sind immer möglich, dann regelt das ABS. Die ST 1100 übertrifft damit zwar nicht in den Spitzenwerten, aber im Durchschnitt die getesteten Sportler. Das Temperaturniveau ist höher als bei den anderen getesteten Dreischeibenbremsanlagen, im Extremzyklus werden 440 Grad erreicht. Fading ist aber nur ganz minimal spür- und nachweisbar.Die ST 1100 rechtfertigt den konstruktiven Bremsaufwand durch das tolle Ergebnis. Und sie bestätigt einmal mehr die Leistungsfähigkeit des ABS. Sicherheit in jeder Bremslage - was will man mehr?

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