Buell XB12X Ulysses (Archivversion) Interview mit Erik Buell

Mit der Ulysses (siehe auch Seite 30) wagt sich Buell in ein neues Segment
vor. Firmengründer Erik Buell, 55,
erklärt, warum.

Bislang stand der Name Buell für puristische Sportmaschinen. Darauf haben Sie immer großen Wert gelegt.
Warum steht jetzt mit der Ulysses erstmals eine Art Reiseenduro im Programm?
Der Markt für Reisemaschinen ist sehr groß. Außerdem ist die Ulysses gewissermaßen ja auch ein puristischer Tourer, weniger überladen als die Konkurrenz. Außerdem, weiter weg als mit der Ulysses wird sich Buell nicht vom Sportbike-Segment entfernen.
Apropos Sportbike, warum betreibt Buell denn keinen Rennsport? Das würde doch zu Ihnen als Ex-Rennfahrer passen.
Wir fahren Rennen. Allerdings nur auf nationaler Ebene in der Formula USA. Dort führen wir übrigens. Ich selbst darf leider keine Rennen fahren. Mein Vertrag mit Harley-Davidson verbietet es mir ausdrücklich.
Was fühlt man, wenn man seinen eigenen Namen auf dem Tank von 10000
produzierten Maschinen im Jahr sieht? Stolz?
Nein, die Verpflichtung, den Geist dieser Marke zu erhalten. Ich habe den Namen Buell nicht aus Egoismus gewählt. Als ich mir 1983 überlegte, wie ich mein erstes selbst gebautes Motorrad nennen sollte, las ich ein Buch über die ersten Automobilhersteller. Firmen, die den Namen ihrer Gründer besaßen, waren erfolgreicher oder zumindest sympathischer als andere. Wie Daimler, Ford, Opel.
Sieht sich Erik Buell also als Graf Agusta der Sportbike-Szene?
Ganz und gar nicht. Ich mag Menschen und halte nichts von Exklusivität als Konzept. Mein Idol ist eher Soichiro Honda und nicht Enzo Ferrari.

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