Cagiva 900 Elefant (GK) (Archivversion)

Das stimmige Konzept von quicklebendigem Motor, ruhigem Fahrwerk und exklusivem Image hat viele Elefanten-Treiber überzeugt. Allerdings nur, wenn sie selbst Hand anlegen können.

Anfang 1997 kaufte ich mir eine neue Elefant. Bei der Auslieferung war das Heck schief und der Lack an einigen Ecken beschädigt. Nach zwei Tagen tropfte der Benzinhahn, und beim Drehen des Hinterrads für das Kettenschmieren entgegen der Laufrichtung fiel der Kettenspanner runter. Nach fünfstündiger Regenfahrt stand ein Scheinwerfer halb unter Wasser, das Licht ging aber noch. Die Hinterradbremse verweigerte nach einer Paßabfahrt ihren Dienst. Positiv: Benzinverbrauch ungefähr 4,5 Liter, die bequeme Sitzposition und der faszinierende Motor.Uli Wöllzenmüller, MühldorfWir wollten kein Motorrad von der Stange, ein Tourer sollte es sein, handlich und nicht zu schwer: Cagiva Elefant 900 I.E. GT. Als erstes mußte eine Stahlflexleitung her, um den Druckpunkt der vorderen Bremse zu verbessern. Die Sitzbank haben wir abgepolstert. was der Körpergröße meine Frau Anke als Selbstfahrerin mit 167 Zentimetern entgegenkommt. Der Motor dreht sauber hoch, die Straßenlage ist perfekt. Die ständig leere Batterie nervt im Stadtverkehr. Dazu kommt, daß der Lima-regler nicht gerade als langlebig zu bezeichnen ist. Frank und Anke Maucher, Wangen Ich besitze eine Elefant 900 i.e. Lucky Explorer, Erstzulassung 1991, ihr wißt schon, die rasende Kippenschachtel. Als Summe seiner konstruktiven Einzelmerkmale handelt es sich um ein unglaublich schlechtes Motorrad, allerdings mit viel Charisma. Eigentlich ist es eine rollende Baustelle, irgend etwas ist immer zu richten. Mehrere Satz Brembo-Bremsbeläge habe ich weggeschmissen, weil sie verglast waren. Dunlopad sind besser, die für die Honda Africa Twin passen. Die Maschine kommt nur sehr langsam auf Betriebstemperatur. Ich überlege, den Ölkreislauf mit einem Thermoventil zu versehen, das bis zu einer bestimmten Temperatur den Kreislauf kurzschließt. Die Inspektonen sind mit 800 Mark aufwärts arg teuer. Bei 34 000 Kilometern waren die Ventilführungen und die Auslaßventile fällig.Um leichteren Zugang zur Zündkerze des stehenden Zylinders zu haben, habe ich einen Kerzenschlüssel auf minimale Länge abgesägt und mit Bohrlöchern zum Ansetzen eines Hebels versehen. Anlasserfreilauf, Zahnriemen, Batterie und Lichtmaschinenregler wurden bereits ausgetauscht. Obwohl im Scheinwerfer nur zwei 35-Watt-Bilux-Lämpchen leuchten, rate ich von der Montage von H 4-Birnen ab, weil das der Regler nicht mitmacht. Der Aufpreis für eine Varta gegenüber einer Batterie aus Japan lohnt sich. Bei 25 000 Kilometern begann die Kupplung durch starkes Rutschen zu nerven. Ich habe die Scheiben nach dem Zufallsprinzip - natürlich Stahl- und Reiblamelle abwechselnd - neu sortiert. Die halbe Stunde Arbeit lohnt sich, die Kupplung arbeitet wieder ganz brauchbar, eine neue kostet zirka 350 Mark.Werner Bethke, KölnMeine erste Cagiva Elefant 900 AC verlor ich 1995 durch einen unverschuldeten Unfall und kam so 1996 in den Genuß des neuesten Modells mit einem insgesamt deutlich besseren Finish und einer jetzt viel besseren Sitzbank. Durch behutsames Einfahren ist es mir gelungen, den Ölverbrauch auf 0,2 Liter/1000 km zu drücken. Bei scharfer Gangart sind bei diesem Motor ein bis eineinhalb Liter Verbrauch möglich. Folgende Verbesserungen sind möglich: Stahlflexleitungen für die vordere Bremse, Kosten zirka 300 Mark; größerer Hauptbtremszylinder für vorn, Kosten zirka 500 Mark. Ersatz des Schnappchokes durch Anleihe bei Ducati bringt eine Verlegung an den Lenker und deutlich bessere Dosierung , Kosten zirka 120 Mark; Einbau eines Dynojet-Kits mit K & N-Luftfiltern verringert Schieberuckeln und bringt satteren Durchzug, Kosten 500 Mark; Einbau einer Kennfeld-Zündung verringert unrunden Motorlauf noch einmal entscheidend, Kosten: zirka 1000 Mark. Bei beiden Maschinen gab es in der Einfahrzeit Probleme mit der Zündanlage. Bei der ersten endete es mit einem Brand des Katalysators. Ab Baujahr 1993 wurde die Aufhängung des Federbeins so geändert, daß der hintere Zylinder jetzt ohne Lösen des Federbeins gewartet werden kann. Ab Modell 1996 sind die Inspektionsintervalle auf 10 000 Kilometer ausgedehnt worden.Thomas. J. Schneider, Wittgert

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