Das Fazit aus den Fahrversuchen

Um Klarheit zu schaffen, wie sich 25 Jahre technische Weiterentwicklung im praktischen Fahrbetrieb auswirken, wurden bis auf die Beschleunigungs- und Topspeedwerte alle Fahrversuche und Messungen im direkten Vergleich ermittelt und bewertet. Auffallend dabei war, dass sich beide Testfahrer auf der Kawasaki ungleich schneller eingewöhnten als beim Umstieg auf die supersportliche Yamaha R1. Die Umbereifung der Kawasaki auf Metzeler-Pneus und längere Koni-Dämpfer reduzierte die wüsten Pendelbewegungen deutlich und bescherten dem Oldie überraschend viel Kurvenhaftung und Schräglagenfreiheit. Um einigermaßen Gleichstand herzustellen, stieg auch die Yamaha R1 nicht auf ME Z3-Serienreifen, sondern ebenfalls auf haftfähigeren »Racing« Mischungen in den Ring. Überraschung bei den Landstraßen-Verbrauchsfahrten quer durch Schwarzwald und Schwäbische Alb: Der alte, luftgekühlte Kawasaki-Motor mit Unterbrecherzündung, Zweiventil-Zylinderkopf und fast 50 Kilogramm Mehrgewicht verbrauchte bei identischer Fahrweise und Geschwindkeit 0,1 Liter weniger Kraftstoff als der hochmoderne Yamaha-Fünfventilmotor mit elektronischer Kennfeldzündung. Fortschritt, ick hör dir trabsen.

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