Das kleine Motorradtypenbezeichnungs-ABC, Teil 1 A – D ETV 1000 XB9R S4R

Überlegen sich die Hersteller eigentlich was, wenn sie ihre Modelle mit opulenten Buchstaben- und Zahlenkombinationen bezeichnen?

Foto: Buell
Wie heißt die wohl? Und was bedeutet ihr Name?
Wie heißt die wohl? Und was bedeutet ihr Name?
Kermit, der Frosch aus der Muppet-Show, hat es einfacher als beispielsweise Jürgen Stoffregen, Pressesprecher bei BMW. Wenn Kermit seinen kleinen und großen Zuschauern den Buchstaben K erklärt, dann stehen ihm alle Wörter, die mit K beginnen, zur Verfügung, und er lässt sich mit pädagogischem Einfühlungsvermögen aus über Kantor, Koloratur oder Kummerspeck.
Wenn Jürgen Stoffregen den Buchstaben K der K-Reihe erklären soll, dann muss er zunächst mal spekulieren. »K könnte eine interne Bezeichnung gewesen sein, möglich aber auch, dass sie
von compact drive abgeleitet wurde.« Also
eigentlich C-Klasse? »Kann sein, dass der Buchstabe C schon bei der Konkurrenz vergeben war und man compact deshalb deutsch geschrieben hat – kompakt.«
Als richtig erwies sich, wie Stoffregens Recherchen bei BMW-Historikern ergeben haben, die erste Vermutung: interne Bezeichnung. Bei Kawasaki und Suzuki traut man sich nicht mal das –
etwas zu vermuten. »Au, da haben Sie uns auf dem falschen Fuß erwischt. Da müssen wir erst mal in Japan nachfragen.« Was ZX-10R meint oder GSX-R 1000.
Irgendwie steckt freilich meist eine
gewisse Logik hinter den Kürzeln – auch wenn das S bei Ducati sage und schreibe fünf verschiedene Bedeutungen tragen kann und Benelli meint, die tre fahre
ihr RS allein deswegen spazieren, weil’s verdammt gut aussieht.

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