Daytona Speed Week 1999: 200 Meilen (Archivversion) Boxer mit Muskeln

Die BMW R 1100 S-R des bayerischen Boxer-Teams, deutscher Langstreckenmeister der BoT-Kategorie und Vizemeister aller Klassen, zeigte auch in Amerika Muskeln: Die rund 123 PS der Maschine waren so urgesund, daß Fahrer Martin Joos bei Tempo 250 teilweise aufrecht durch die Steilwandkurven des Daytona-Ovals brauste, um den Motor nicht ständig in den Begrenzer zu drehen. Das 14 Mann starke Team, teilweise bei BMW beschäftigt und beim Abenteuer Daytona von BMW unterstützt, bestellte eine längere Kardanübersetzung und einen 200 zusätzliche Touren erlaubenden Zündungs-Chip, die am Donnerstag in München vorbereitet wurden. Nur die Auslieferung an die Rennstrecke scheiterte - auch am Sonntag morgen vor dem Rennen fehlte von dem beauftragten Expreß-Kurierdienst noch jede Spur. Den Spaß ließ sich dadurch niemand verderben: Mit der Originalübersetzung erreichte Joos im Pro Thunder-Rennen Platz vier und wurde von seinem Team frenetisch gefeiert - denn der ganz auf Langstreckenprüfungen abgestimmte Renner hatte auch den Streß des Sprintrennens ohne jegliche technischen Pannen bewältigt. Sieger wurde Cory Call (Ducati) vor Shawn Conrad (Triumph) und Thomas Montano (Ducati).

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