Defekte (Archivversion)

Es ist nicht so, dass die fette Über-Suzi bis­-lang durch größere Unzuverlässigkeiten auf sich aufmerksam gemacht hätte. Im Gegenteil, fast unauffällig hat sie ihre 30777 Kilometer abgespult. Aber eben nur fast.
Denn um Haaresbreite schrappte auch die zweite Dauertest-Maschine am Untergang vorbei. Nach 13309 Kilometern fiel die Ölablass-Schraube ohne Voran-kündigung heraus – un-mittelbar nach der verspäte-ten 12000er-Inspektion. Vermutlich also ein simpler Service-Fehler. Der zum Glück ohne größere Auswirkungen blieb. Denn der Fahrer bemerkte den Ölverlust auf der Autobahn aufgrund der flackernden Öldruckleuchte gerade noch rechtzeitig, ehe ein Schmierfilm auf dem Hinterreifen Schlimmeres verursachen konnte.
Bislang deuten weder erhöhte mecha-nische Geräusche noch erhöhter Ölverbrauch auf technische Folge-schäden des kompletten Ölverlusts hin. Glück gehabt.
Nach 26075 Kilometern staunte Kol-lege Werner Enzmann nicht schlecht. Irgendwo zwischen Regensburg und Stuttgart blieb das Kennzeichen auf der Strecke. Abvibriert und verloren. Eine Folge der im Fahr-betrieb normalerweise gar nicht so präsent wirkenden Schwingungen des mächtigen Motors.
Aufs Konto »Nummer sicher« ging der Austausch der tadellosen Benzinleitung bei Kilometerstand 18464. Nach Angaben des Importeurs hätte die erste Ausführung leckanfällig werden können. Dann muss es nach dieser Rückrufaktion wohl wieder heißen: »Schiff klar zum Auslaufen.«
Gelegentliches »Sprotzeln« nach dem Kaltstart bei tiefen Temperaturen blieb ohne exakten Befund: Mitunter nahm der V2 nur miserabel und verzögert Gas an, ging einmal aus und ließ sich ein weiteres Mal nicht unmittelbar wieder starten.

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