Der erste Dirt-Track-Ableger: die XR 1000 (Archivversion)

Bereits Anfang der 1980er Jahre versuchte Harley-Davidson, aus den Erfolgen im Dirt Track Kapital zu schlagen. Die XR 1000 von 1983 war eine Sportster-Variante mit getuntem V2-Triebwerk, das technisch dem Rennmotor der XR 750 nahe stand. Von der stammten die Zylinderköpfe mit den schräg nach hinten weisenden Ansaugkanälen, und wie bei den Rennmaschinen atmeten die doppelten Mikuni-Vergaser durch riesige, offen liegende K&N-Luftfilter. Trotzdem war die Leistung mit 67 PS – obwohl nur notdürftig schallgedämpft – vergleichsweise mäßig, zudem vibrierte die XR hundserbärmlich. »Nach 100 Kilometern hat man Probleme, die Filterlose zwischen die Lippen zu schieben«, schrieb MOTORRAD-Redakteur Peter Limmert damals. Das unveränderte, simple Sportster-Fahrwerk stand sportlichen Ambitionen ohnehin im Weg. Rund 1000 Maschinen wurden gebaut, nach Deutschland schafften es nur einige wenige Exemplare. Was sicher auch daran lag, dass der Preis mit rund 18000 Mark im damaligen Umfeld sehr hoch war.

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