Detlev Louis: Die Firma (Archivversion)

Siebzig Jahre knallhartes Motorradbusiness – damit kann das Hamburger Unternehmen Detlev Louis auf eine längere Tradition als manch ein Motorradhersteller zurückblicken. 1938 wird das Stammhaus von Walter Lohmann in Hamburg gegründet, firmiert nach Ende des Zweiten Weltkriegs für eine kurze Zeit unter dem Namen Lohmann Louis und wird schließlich ab 1946 von Detlev Louis als Allein-Inhaber weitergeführt. Zum Kerngeschäft gehören der Verkauf und die Reparaturen von Zündapp- und NSU-Motorrädern, zudem werden erste Kontakte mit englischen Herstellern wie AJS, BSA oder Matchless geknüpft, später deren Import übernommen. Ende der Fünfziger gilt Louis als Deutschlands größter Motorradhändler, neue Geschäftsräume werden bezogen. 1967 legt Louis seinen ersten Versandkatalog auf, zwei Jahre später übernimmt der Hamburger Kaufmann den Generalimport von Kawasaki-Motorrädern. Neben dem Versandgeschäft rückt zunehmend der landesweite Aufbau von Ladengeschäften in das unternehmerische Interesse. Der Umfang des jährlich aufgelegten Katalogs wächst in den Acht-zigern auf über 350 Seiten, in den Neunzigern verlassen rund 2500 Pakete und 80 Europaletten täglich das neu errichtete Versandzentrum im Hamburger Süden. Heute arbeiten über 1250 Angestellte für die Detlev Louis GmbH.

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