Deuce Screaming Eagle (Archivversion)

Es sei vorweg gesagt: So wünschen wir uns die ultimative Softail Deuce. Worum geht es? Unzählige Customizer und Tuner machen sich an Harleys zu schaffen und pusten ordentlich Leistung in die von Haus aus etwas schlaffen V-Motoren. Harley bringt jetzt selbst einen Big Bore-Kit auf den Markt. Der macht aus der Deuce eine echte Granate. 91 PS aus 1550 cm³ Hubraum lautet die leider nicht ganz gesetzeskonforme Alternative. 4650 Mark kosten die Tuning-Teile beim freundlichen Harley-Händler plus zirka 700 Mark Arbeitskosten (siehe technischen Daten rechts).Das Schöne daran: Man sieht’s von außen nicht. Aber man spürt’s. Die aufgeblasene Deuce geht ganz anders vorwärts. Abgesehen davon, dass sie sich nun zu gut 195 km/h Spitzengeschwindigkeit aufrafft, nimmt sie der Normal-Version satte 5,6 Sekunden beim Beschleunigen aus dem Stand auf 160 km/h ab. Mehr noch: Der Durchzug hat gewaltig gewonnen. In Zahlen: 100 auf 140 km/h in 6,1 Sekunden statt in 9,2. Das Fahrerlebnis ist schnell beschrieben: Die Screaming Eagle hängt einfach viel besser am Gas. Und reagiert beim Öffnen des Gasschiebers agiler. Dabei blubbert sie satt aus den vom Kat befreiten Schalldämpfern, ohne nervend zu wirken. Keinesfalls macht sie richtig Krach, wie der Name »Schreiender Adler« vermuten ließe. Leider braucht die Aufgebohrte nach dem Kaltstart wesentlich länger, bis sie schön rund läuft. Vermutlich eine Folge der Abstimmung des auf 44 Millimeter Durchmesser angewachsenen Gleichdruckvergasers. Das Fahrwerk, welches durch längere Federbeine um zweieinhalb Zentimeter am Heck abgesenkt wurde, zeigt sich von den 23 dazu gewonnenen Pferden nicht beeindruckt, macht’s lässig mit. Frage: Warum nicht gleich so? Die Buell können’s doch auch.

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