Deutsche Motorradmarke vor dem Aus? MZ: Protestaktion ausgesetzt

Eigentlich hatte der Betriebsrat zu einer großen Protestaktion aufgerufen – siehe Plakat neben der Meldung –, jetzt wurde die Demonstration jedoch vorerst abgeblasen. Als Begründung dafür wird angeführt, dass das starke Engagement der sächsischen Landesregierung und die generelle Verhandlungsbereitschaft des MZ-Besitzers Hong Leong Industries nicht gefährdet werden sollen.

Hintergrund: Gestern gab es ein Treffen mit MZ-Verantwortlichen und dem sächsischen Minister für Wirtschaft und Arbeit, Thomas Jurk (SPD), sowie weiteren Vertretern des Wirtschaftsministeriums. Die Teilnehmer haben sich darauf verständigt, am Freitag weiter mit dem Wirtschaftsministerium, der Sächsischer Aufbaubank und Hong Leong Industries zu verhandeln. Ziel ist der Verkauf der MZ Motorrad- und Zweiradwerk GmbH an einen interessierten Investor bis 31. Dezember 2008 und die Weiterführung des Unternehmens als Motorradhersteller. Im Moment laufen Gespräche mit potenziellen Investoren.

Die Hoffnung sollte also noch nicht aufgeben werden: Die MZ GmbH und Hong Leong Industries sind nach Informationen des MZ-Betriebsrates gleichzeitig für weitere Interessenten offen und kurzfristig zu Gesprächen bereit.

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