Die dritte Macht: Kawasaki ZZ-R 1100 (Archivversion)

Im siebten Jahr ist sie mittlerweile, aber zum alten Eisen gehört das Kawasaki-Flagschiff deshalb noch lange nicht. Für 150 PS ist eine offene ZZ-R allemal gut, ihr nach wie vor hochaktuelles und viel kopiertes Ram-Air-System beschert ihr bei Vollgas den letzten Tick Speed, das Platzangebot ist für Fahrer und Sozius großzügig bemessen, und dank Kawasakis Abgasreinigungssystem KCAS ist sie sogar umweltpolitisch auf dem richtigen Weg. Daß ihr etwas klobiges Erscheinungsbild und das Gewicht von 278 Kilogramm mit der eleganteren Doppel-X-Honda nicht mehr ganz mithalten kann, macht aus der ZZ-R nicht gleich ein schlechtes Motorrad. Auch die Nachteile im Handling sind bei etwas Gewöhnung zu verkraften. Und ein echtes Highlight ist das ZZ-R-Getriebe: So lässig und ruckfrei ist kein anderes Motorrad zu schalten. Auch an der Bremsanlage gibt es für die Kawasaki-Ingenieure nicht mehr viel zu verbessern - außer einem guten ABS oder einer kombinierten Bremsanlage, wie sie Honda verbaut. Aber wer weiß, vielleicht dauert es gar nicht mehr lange, und Kawasaki kommt mit der Antwort auf Hondas Doppel-X. Und die muß lauten: nicht nur stärker und schneller, sondern sauberer und sicherer in die Zukunft.

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