Die Ducati-Werks-Superbikes 2000 (Archivversion)

Das Imperium schlägt zurück

Beim Titelverteidiger hält sich der Schock über den neuen Gegner in Grenzen, wenn auch die Modifikationen des fünffachen Weltmeister-Superbikes Ducati 996 zeigen, dass die Bologneser dem neuen Honda-Twin durchaus mit Respekt begegnen. 1999 verpassten die Ducati-Ingenieure dem 90-Grad-V-Twin gar eine dritte Einspritzdüse, um dem eh schon mit traktorähnlichem Drehmoment gesegneten Triebwerk eine noch sanftere Kraftentfaltung anzuerziehen.Angesichts der neuen Nippon-Offensive geht Ducati diesen Weg ganz bewusst wieder zurück. Die neuen Werksmotoren beziehen ihr Kraftstoff/Luft-Gemisch nur noch über eine große Einspritzdüse. Der Verlust an weicher Gasannahme wird eingehandelt gegen etwas mehr Spitzenleistung. Offenbar trauen die Italiener der Honda Racing Corporation in Sachen Motorleistung von Anfang an ziemlich viel zu.Auch größere Ventile, neue Zylinder und Kolben sollen der ewig jungen Duc zu höheren Drehzahlen und damit mehr Leistung verhelfen. Weltmeister Carl Fogarty war bei ertsen Testfahrten begeistert: »Das neue Motorrad ist deutlich stärker geworden, und die eigentliche Sensation ist, dass der Motor dennoch nichts von seiner Gutmütigkeit verloren hat.«

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