Die Gepäckunterbringung (Archivversion)

Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass sowohl das zulässige Gesamtgewicht des Motorrads als auch die maximale Zuladung von Koffern und Topcase nicht überschritten wird. Für den Transport des Gepäcks haftet immer der Fahrer, das Befestigen mit Gurten sollte gewissenhaft ausgeführt werden. Der Reifenluftdruck muss dem Mehrgewicht angepasst werden. Faustregel: Vorn plus 0,2 bar, hinten plus 0,3 bar. Ist das Fahrwerk verstellbar, sollten sowohl Druckstufendämpfung als auch Federvorspannung erhöht werden. Beim Fahren ist darauf zu achten, dass das Motorrad aufgrund des erhöhten Gewichts eventuell weniger Schräglagenfreiheit hat und stärker dazu neigt, das Vorderrad beim Beschleunigen zu entlasten. Schweres Gepäck sollte so tief wie möglich und so dicht wie möglich um den Fahrzeugschwerpunkt herum positioniert werden. Praxisgerecht also im unteren und vorderen Bereich der Koffer sowie im Tankrucksack. Übergroße Tankrucksäcke sind zu vermeiden, da sie die Sicht auf die Instrumente erschweren und zudem störende Luftverwirbelungen verursachen können. Die Hersteller der Koffer- und Trägersysteme trifft grundsätzlich die Produkthaftpflicht. Allerdings zeichnen sie sich frei durch Einschränkungen. Bei Überschreitung der Ladekapazität sowie der bei Fahrten mit Koffern empfohlenen Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h geht die Haftung in jedem Fall auf den Fahrer über. Schlimmstenfalls muss dieser bei Unfällen oder Verlust der Koffer mit dadurch verursachten Verkehrsbeeinträchtigungen nachweisen, dass er nicht gegen die Vorgaben der Hersteller verstoßen hat.

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