Die Geschichteder Bonneville (Archivversion)

Die erste Triumph, die den Beinamen Bonneville erhielt, war 1959 eine mittels Doppelvergaser auf für damalige Verhältnisse enorme 46 PS erstarkte T110 Tiger. Stark genug für den Titel „Stärkstes Motorrad der Welt“. Namensgebend waren die bereits im September 1955 erfolgten, wenngleich offiziell von der FIM (internationale Motorsportbehörde für Zweiräder) nicht anerkannten Rekordfahrten auf dem gleichnamigen Salzsee in Utah/USA. 311 und im zweiten Anlauf im September 1956 sogar 344 km/h erreichte Johnny Allen mit einer stromlinienförmig verkleide-ten Triumph. Ungeachtet aller Regularien verlangten besonders die Amerikaner nach der Krone des damaligen Zweiradbaus. Der Stern der Bonneville begann Anfang der siebziger Jahre zu verblassen, als die Japaner, allen voran Honda mit der CB 750 und Kawasaki mit der Z 900, anfingen, starke, zuverlässige und bezahlbare Motorräder auf den Markt zu bringen.

Nach der Revolution von 1963, als Motor und Getriebe sich ein Gehäuse teilen mussten, gab es keine echten Neuerungen mehr, lediglich konsequente, jedoch den Traditionen verhaftete Modellpflege. Auf Dauer zu wenig, um den technisch und leistungsmäßig immer überlegeneren Japanern erfolgreich entgegentreten zu können. Daran konnten weder der 1980 eingeführte E-Starter noch das 1981er-Sondermodell anlässlich der Hochzeit von Prince Charles und Lady Diana Spencer etwas ändern. 1983 war Schluss, und auch die bis 1988 von Harris in Lizenz gebauten Triumph wollte kaum jemand haben, geschweige denn kaufen. Erst 1990 wurden die Weichen unter John Bloor neu gestellt.

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