Die Gunst der frühen Meter (Archivversion)

1710 Millimeter Radstand, über 3,30 Meter Länge mit Wheeliebar, fetter Hinterreifen, 165 PS und gut 131 Newtonmeter Drehmoment – mit diesen Eckdaten ist der Destroyer für den Antritt aus dem Stand trotz seiner nicht eben bescheidenen 249 Kilogramm Leergewicht bestens vorbereitet. Beinahe wichtiger als die pure Leistung aber ist die Lock-up-Kupplung, bei der die zunehmende Fliehkraft mittels variabler Gewichte (Bild Mitte) selbständig für das Einkuppeln sorgt und dem Fahrer so den schwierigsten Teil des Jobs abnimmt. Die perfekte Einstellung für die jeweiligen Verhältnisse (Außentemperatur, Grip, Übersetzung, Anfahrdrehzahl et cetera) ist jedoch eine Wissenschaft für sich. Wie auch die Wahl der variablen Anfahrdrehzahl mittels Drehregler (Bild unten) selbst. Ganz einfach hingegen ist das Schalten per Knopfdruck und Druckluft – wenn man den Schaltzeitpunkt perfekt den äußeren Umständen und der Motorcharakteristik angepasst hat. So
gerüstet fährt der Destroyer sogar in einem mittelmäßigen Lauf, wie er in den Diagrammen dargestellt ist, seinem Vorsprung gegenüber einer voll beschleunigten Yamaha R1 schon auf den ersten Metern respektive in den ersten Sekunden heraus. Er ist bereits nach 50 Metern und rund 2,8 Sekunden auf 111 km/h, die R1 kommt dort erst nach
3,6 Sekunden mit gut 109 km/h vorbei. Bei 100 Metern liegt der Zeitrückstand immer noch bei
0,8 Sekunden, und erst nach gut sechs Sekunden
fängt die Yamaha an, aufzuholen. Dann beträgt der Rückstand aber bereits knapp 38 Meter.

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