Die Historie (Archivversion)

Anno 1954 entschied NSU, mit 201 439 Maschinen größter Hersteller der Welt, sportlich kürzer zu treten. Die WM-Trophäen der zweizylindrigen Rennmäxe in den Klassen bis 125 und 250 cm³ zierten bereits die Vitrinen. Besser konnte es eh nicht weitergehen. Und hatten die ersten Sportmäxe - abgleitet von der eintöpfigen Serienversion - in den letzten Rennen mit guten Resultaten nicht bereits Schlagzeilen gemacht? Grundrezept: den Einlass von 26 auf 30 Millimeter erhöht und die Nockenwelle mit dem originellen Schubstangenantrieb - Chefingenieur Albert Roder hatte auch im Lokomotivbau brilliert - auf größere Überschneidungen hin leistungsoptimiert. Dazu Feinarbeiten die Menge, so dass letztlich doch kaum ein Teil wie in der Serie blieb. Der Aufwand lohnte sich: H.P. Müller fuhr 1955 auf Sportmax den WM-Titel heim nach Neckarsulm. Als Privatfahrer der werksunterstützten Art. John Surtees siegte auf der sportiven Max, und der 17-jährige Mike Hailwood machte auf seinem Production Racer in Südafrika und England 1955 die Konkurrenz richtig platt. Bis die leichten MV Agusta 1956 den Mäxen das Wasser abgruben.

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