Die Konkurrenz

Über zwei Jahrzehnte definierten die BMW-Boxer-Modelle von der R 80 G/S bis zur R 1150 GS, was unter einer Reiseenduro zu verstehen ist. Anfangs noch ein echtes »Dual-Purpose«-Motorrad für Gelände und Straße, zum Schluss eine Reisemaschine mit begrenzten Offroad-Qualitäten. In jedem Fall aber ein sehr erfolgreiches Konzept, das im Laufe der Jahre immer mehr Käufer fand. Ganz im Gegensatz zu den ersten zaghaften Versuchen der Japaner und Italiener, man denke nur an die Honda XLV 750, die Cagiva-Modelle mit dem Ducati-Desmo-Motor oder Exoten wie die Morini Camel. Erst mit der Transalp gelang es Honda, einen ernstzunehmenden Anteil vom Kuchen abzuschneiden. Was aber nichts daran änderte, dass die Boxer-BMW seit Jahren den ersten Platz in der Zulassungsstatistik zementiert haben. Mehr als 6000 Käufer orderten im vergangenen Jahr die R 1150 GS, da kam nicht einmal die kleinere Schwester F 650 GS heran (etwa 5500 Maschinen). Hondas Renner hieß XL 1000 V Varadero, die es mit 2200 Exemplaren immerhin auf Rang 14 schaffte. Beachtenswert auch die mehr als 2000 verkauften Transalp, die trotz forgeschrittenen Alters sogar zulegen konnte. Knapp 5500 Stück brachten 2000 alle Honda-Zweizylinder dieses Segments - Varadero, Africa Twin und Transalp – zusammen. Eine Außenseiterrolle spielt die Triumph Tiger mit gut 500 verkauften Stück vergangenes Jahr, auch wenn die Enduro im Programm der Engländer hinter der Sprint ST und der Speed Triple nur auf Platz drei liegt.

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