Die Motoren (Archivversion)

Kraftvoll und unaufgeregt sind alle drei Antriebe. Doch die Bayerischen Motoren-Werke tanzen aus der Reihe. Die Kupplung läuft trocken, die Kurbelwelle liegt handlingfördernd in Fahrtrichtung. Der luft-/ölgekühlte Boxer hat die größten Einzelhubräume und dicksten Kolben dieses Vergleichs, 101 Millimeter Durchmesser (Hub: 73,0 mm). Um Baubreite zu sparen, setzten die Ingenieure auf ein kompliziertes Innenleben: hoch liegende Nockenwellen, Tassenstößel, kurze Stoßstangen und Kipphebel. Die nächste Generation der RT wird wie die HP2 Sport je zwei oben liegende Nockenwellen tragen. Clever gemacht ist die in der Zwischenwelle rotierende Ausgleichswelle.

Die Triebwerke von Triumph und Yamaha ähneln sich: wassergekühlte Reihenmotoren in Alu-Brückenrahmen mit dohc-Köpfen und Tassenstößel für je vier Ventile pro Zylinder. Die kleinsten Einzelhubräume weist die FJR auf. Die Triumph hat bei gleicher 79er-Bohrung drehmomentfördernd fünf Millimeter mehr Hub: 71,4 statt 66,2 Millimeter. Die höher verdichtende Sprint erreicht nominell 121 PS/Literleistung, die FJR "nur" 111.

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