Die Story Friedel Münch oder die unendliche Geschichte

Friedel Münch, 1927 im hessischen Dorn-Assenheim geboren, war schon früh unheilbar vom Zweiradbazillus befallen. Bereits 1948 bestritt er sein erstes Rennen auf einer umgebauten Horex S5. Ab 1955 arbeitete der gelernte Kraftfahrzeugmeister in der Versuchsabteilung von Horex. Nach der Schließung des Werks in Bad Homburg übernahm Münch die komplette Fertigungseinrichtung samt aller Ersatzteile der Imperatormotoren. Auch als Tuner machte sich der Hesse einen Namen, gehörten die von ihm präparierten Ohc-Zweizylinder doch zu den schnellsten Triebwerken der 500er-Klasse. Zur IFMA 1966 landete der Tüftler dann mit der Präsentation der sensationellen Münch Mammut einen riesen Coup: Um den Vierzylinder-NSU-TT-Motor herum hatte er das größte und stärkste Motorrad gebaut, das es für die Straße zu kaufen gab. Nach dem Motto Stillstand ist Rückschritt trieb Münch die Entwicklung der Mammut mit Einspritzung, Hubraumaufstockung bis auf zwei Liter und Kompressoraufladung ständig weiter. Auch als es um Friedel Münch stiller wurde, hatte er schon längst das neue Projekt, die Krönung seines Lebenswerks, im Kopf. Und wer sich heute mit ihm unterhält, wird den Eindruck nicht los, dass das noch lange nicht Friedel Münchs letzter Streich war.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote