Die Technik des Kraftrads (Archivversion)

Der Serien-Hybrid aus Mensch und Motor vereint innovative Lösungen für Muskel- und Elektro-Kraft. Dazu setzt er auf edle Komponenten.

1. Schwinge und Riemen-Antrieb
Selbst gefertigt und pulverbeschichtet ist die Schwinge, ihre Ausfallenden sind CNC-gefräst. Ein sauberer Zahnriemen übernimmt den Endantrieb.

2. Elektromotor
Acht Kilowatt, also elf PS leistet der Gleichstrom-Bürstenmotor, der maximal 2600/min dreht. Das Ritzel des Antriebsriemens und der Schwingendrehpunkt liegen koaxial. So bleibt die Riemenspannung beim Einfedern konstant, Voraussetzung für Energierückgewinnung beim Bremsen.

3. Tretkurbel mit Doppelfunktion
Die Muskelkraft treibt per Riemen den Generator an, siehe unter Punkt „4“. Gleichzeitig dient die Trittfrequenz als Ersatz für einen Gasgriff: Schnelles oder langsames Treten signalisiert der Motorsteuerung, wie viel Leistung der E-Motor bereitstellen soll.

4. Generator
Er wandelt mechanische Tritt-Energie in elektrische um. Sie dient zum Laden der Akkus während der Fahrt, wird also chemisch gespeichert.

5. Batteriepack
Unter handgefertigten Karbon-Abdeckungen sitzen 336 Lithium-Ionen-Nanophosphat-Akkus. Ihre 2,9 Kilowattstunden Kapazität ermöglichen 50 bis 60 Kilometer Reichweite. Bei 220 Volt und 50 bis 60 Hertz Ladestrom dauert ein Ladevorgang zwischen drei und vier Stunden. Der Hersteller verspricht 1000 Ladezyklen Lebensdauer.

6. Steuergerät
Reichlich Software steckt im Steuergerät für den Motor und die Ladungs- wie Entladungsvorgänge. Es sitzt an den Unterzügen des aus Luftfahrt-Aluminiums gefertigten Rahmens.

7. Gabel, Räder und Bremse
Upside-down-Gabel, Räder und Bremsen stammen aus einem 80er-Crosser, der Raddurchmesser wurde vorn wie hinten auf 18 Zoll modifiziert.

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