Die Teststrecke (Archivversion)

Von Les Verneys schlängelt sich die 170 Kilometer lange Testrunde über griffigen Asphalt durch ein bizarres Felsenmeer hinauf zum Col du Galibier, um sich kurz darauf auf holprigem Untergrund hinunter zum Col du Lautaret zu stürzen. Erstmals sind gute Bremsen gefragt. In weitläufigen Serpentinen und auf gut ausgebauten Straßen geht es in flotter Fahrt weiter abwärts nach Le Bourg-dOisans . Hier kommen die Testmotorräder in den Genuss ihrer letzten Gangstufe und so manches Fahrwerk ob gemeiner Bodenwellen an seine Grenzen. In zunächst waldreicher Umgebung schwingt sich die Testcrews am Col du Glandon vorbei hinauf zum Col de la Croix de Fer. Anschließend schlägt die Stunde handlicher Motorräder mit ordentlichen Federungsreserven. Nach Entraigues hinunter und wieder aufwärts zum Col du Mollard ist die Straße extrem eng, mit Buckeln, Frostausbrüchen und Schlaglöchern übersät, schmutzig und tückisch. Aber es kommt noch heftiger: Auf den 46 Kehren und über 1000 Höhemeter hinab nach St. Jean-de-Maurienne wiegt jedes überflüssige Kilogramm Gewicht doppelt, die Bremsen werden bis an ihre Grenze strapaziert. Bis St. Michel-de-Maurienne bleibt etwas Zeit zur Abkühlung, bevor es in vielen Kehren und schnellen Kurvenkombinationen zum Col du Télégraphe geht und die Motorräder nochmals richtig gefordert werden. Nach Les Verneys sind es nur noch wenige Kilometer. Fahrzeit: 2 Stunden und 42 Minuten, Schnitt knapp 60 km/h, 3948 Höhenmeter.

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