Die Topseller (Archivversion) Deutschland hat gewählt

Die Schlacht ist geschlagen. Auch für diesen eher durchwachsenen Motorradsommer. BMW und Suzuki übernahmen mit je vier Mandaten in den Top Ten die Rolle der großen Volksparteien, Honda und Suzuki konnten jeweils nur einen Kandidaten durchbringen. Warum, erklärt die MOTORRAD-Wahlforschung.

Bayern könnte überall sein, wollte uns Kanzlerkandidat Stoiber mit weiß-blauem Sendungsbewusstsein einreden. In der festen Überzeugung, dass sich die Wählerschaft von den Alpen bis zur Waterkant einen flächendeckenden Freistaat wünscht. Möglich, dass ihn die Beliebtheit der bayerischen Kräder zu diesem Trugschluss verleitete.«This is not America”, hielt Gerhard Schröder nach Analyse der Zulassungszahlen dagegen. Die erste Harley auf Platz 77 – ein klares Indiz dafür, dass es mit der kritiklosen Zustimmung für alles Amerikanische nicht weit her sein kann. Weiter aber mochte er mit seiner Auswertung der Zulassungszahlen angesichts der gefährlichen Nähe zu Bayern nicht gehen. Platz eins, fünf, acht und zehn an BMW: auch abgesehen vom Abonnements der R 1150 GS auf den obersten Podestplatz ein erstaunliches Ergebnis für die Motorräder aus München, die mit Features wie ABS und G-Kat sogar die Zustimmung der Grünen finden.Aber nicht nur BMW weiß, was die Menschen im Lande wollen. Viermal Suzuki – und zwar mit denselben Vertreteriinen, die bereits in der letzten Legislaturperiode dabei waren. Die Plätze zwei (Bandit 1200), drei (SV 650) und vier (Bandit 600) gehen geschlossen nach Hamamatsu. Und somit an Motorräder, die schon seit Jahren vor allem eins bieten: viel fürs Geld. Ob und wie die anderen ihre Direktmandate gewonnen haben, lesen Sie auf den nächsten Seiten.

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