Drosseln (Archivversion) Was passt?

Es gibt viele Wege, die Leistung zu drosseln. MOTORRAD stellt die gängigsten vor.

Typische Einsteigermotorräder werden meist schon ab Werk oder Importeur auf Wunsch gedrosselt. Die technisch sauberste, aber auch aufwendigste Lösung sind andere Nockenwellen. Angepasste Steuerzeiten kompensieren die fehlende Spitzenleistung durch fülligen Drehmomentverlauf. Nachteil dieser Variante: Nachträgliches Ändern der Leistung setzt zum einen die entsprechende(n) nicht ganz billige(n) Nockenwelle(n) voraus, und zum anderen ist der Umbau zeit- und kostenintensiv.

Da kommen leicht mehrere Hundert Euro an Teilekosten sowie die Kosten für einige Stunden Arbeitszeit zusammen. Ein anderer Weg, die Leistung zu reduzieren, ist die Gasströme zu behindern. In den 1980er Jahren wurden häufig Reduzierblenden in die Auspuffkrümmer eingeschweißt. Bei einigen Modellen führte dies allerdings zu thermischen Problemen, da die heißen Abgase nicht schnell genug abgeführt wurden. Heute hat sich die Reduzierung des Einlassquerschnitts durchgesetzt. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten. Ganz profan und billig ist die Begrenzung des Gasgriffwegs. Das ist aber sehr gewöhnungsbedürftig und führt zu unharmonischem Motorlauf. Besser sind Drosselblenden, die vor dem Vergaser im Ansaugtrakt angebracht werden.

Eine weitere Möglichkeit sind Vergaserdeckel, die den Hub der Vergaserschieber begrenzen. In der Regel muss die Be­düsung an die geänderten Verhältnisse angepasst werden. Kosten der Drossel ohne Einbau: ab 100 Euro aufwärts. Motorräder mit elektronischem Motormanagement werden meist über die Software gedrosselt. Bei nachträglichen Drosselungen ist die Firma Alpha Technik (www.alphatechnik.de) absoluter Marktführer.
Wer selber schrauben will, sollte sich vorher mit dem TÜV in Verbindung setzen, ob dieser bereit ist, die Änderung einzutragen. Üblicherweise wird die Bestätigung einer Werkstatt verlangt.

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