Ducati 748 SPS (Master Bike-VT) (Archivversion) Die richtige Reifenwahl: Schwarzbrenner

Die Qual der Wahl wurde bei diesem Master Bike den Herstellern selbst überlassen. Das Argument des vergangenen Jahres: »Unser Motorrad ist aber auf ganz anderen Reifen entwickelt worden« zählt nicht mehr. Die Importeure sollten diesmal einen supersportlichen Gummi ihrer Wahl aussuchen. Einziges Kriterium: Die Reifen müssen eine Straßenzulassung besitzen. Zum Erstaunen der Tester scheint keiner der vertretenen Hersteller ein inniges Verhältnis zu Michelin zu pflegen. Obwohl der Race3, der im letzten Jahr als Einheitsreifen für diesen Test gewählt wurde, überwiegend beste Kritiken erhielt.Bridgestone BT 56 SSDer BT 56 SS ist nicht der sportlichste Vertreter des japanischen Reifen-Giganten. Zwar bietet er in der weicheren SS-Mischung etwas mehr Grip als der Standardreifen BT 56, für den Rennstreckeneinsatz ist der BT 58 aber bestimmt die bessere Wahl. Die Konstruktion des BT 56 SS beruht wie bei allen Rennreifen vorn auf einer Radialkarkasse mit Schnittgürtel. Hinten kommt ein Null-Grad-Gürtel zum Einsatz, der zwar im Straßenbetrieb für Komfort und Hochgeschwindigkeitsstabilität sorgt, im Renneinsatz jedoch merklich an Haftung und Kurvenstabilität vermissen läßt.Dunlop D 207 GPEin kompromißloser Rennreifen, der zur Zeit sowohl zahlreiche nationale Serienklassen als auch die Weltmeisterschaft in der Supersportklasse dominiert. Vorn mit einem ähnlichen Radial- und Schnittgürtelaufbau wie der Bridgestone, liegt der entscheidende Unterschied in der Konstruktion des Hinterreifens . Die 90-Grad-Radialkarkasse mit mehreren Lagen Schnittgürtel verleiht dem Pneu ausgezeichneten Grip und einen breiten, gutmütigen Grenzbereich. Die Nachteile dieser Konstruktion sind die aufwendige Herstellung und starke Einbußen in Sachen Hochgeschwindigkeitsstabilität. Neben der beschränkten Lebensdauer sorgt auch die temperaturempfindliche Gummimischung für einen sehr eingeschränkten und nur bedingt zu empfehlenden Einsatz im öffentlichen Straßenverkehr. Metzeler ME Z3 RacingDer Klassiker unter den Supersportreifen. Schon seit Jahren baut Metzeler auf die Null-Grad-Stahlgürtelkonstruktion sowohl hinten als auch vorn. Zum Einsatz kam erstmals die neueste Variante des Z3-Vorderreifens mit geändertem Karkaßmaterial in der weichen Racing-Mischung. Das Ergebnis war durchaus beeindruckend, alle Testfahrer bemerkten ein deutlich besseres, da präziseres und leichteres Einlenken sowie eine geringere Aufstellneigung beim Bremsen in Schräglage.Pirelli Dragon EVO CorsaOb Pirelli bei Metzeler oder Metzeler bei Pirelli spickelt, ist eigentlich egal. Hauptsache, das Ergebnis geht in Ordnung. Der brandneue Dragon EVO in der griffigen Corsa-Mischung gilt als echter Rennreifen und weist die gleichen Konstruktionsmerkmale wie der Z3 von Metzeler auf. Der vordere Pneu mit der neuen Pen-Tec-Karkasse baut leicht und stabil. Gutes Einlenkverhalten und geringe Aufstellneigung sind die spürbaren Unterschiede zum Vorgängermodell.

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