Ducati 750 SS (GK) (Archivversion)

Im Februar 1999 war’s soweit: 750 SS gesehen, Probe gefahren, gebraucht gekauft. Die Maschine passt mir (1,75 Meter) wie angegossen. Den morgendlichen Start bringt sie gut hinter sich, falls der sensible Choke nicht zu lange gezogen bleibt und die Kerzen nass werden. Die Leistungsabgabe konzentriert sich stark auf den mittleren Drehzahlbereich. So zwischen 4000 und 7000/min entfaltet der Zweiventiler seine ganze Pracht, und was da aus den Töpfen kommt, ist ein Fest für die Ohren. Unter 2000/min hackt der Motor jedoch lustlos auf der Kette herum. Die Härte ist das Federbein. Alte italienische Schule: Was kaum einfedert, kann auch kaum nachgeben. Auf 8000 pannenfreien Kilometern haben mich ihre Fahreigenschaften insgesamt begeistert. Werner Wiesnet, NürnbergNach einigen japanischen Motorrädern kaufte ich mir 1997 trotz vieler Vorwarnungen aus dem Bekanntenkreis mit einer gebrauchten 750 SS die erste Ducati. Das extrem spurstabile Fahrwerk mit dem für nur 68 PS erstaunlich kräftigen V2 ist eine Mischung, der ich von Anfang an verfallen war. Gefahren habe ich die 750 SSbis Kilometerstand 32 000 Kilometer ohne eine einzige Panne. Die Wartungsarbeiten erledigte ich selbst einschließlich Ventileinstellen (ist aber nichts für Makromotoriker). Roman Klaßmüller, HeilsbronnAuf 36 000 Kilometern seit 1992 waren bisher ein defekter Öldruckschalter und eine gebrochene Tachowelle die einzigen Mängel. Typische Schwäche sind die bockige Gabel und die schwammigen Bremsen. Die Vergaser neigen bei Regen unter zehn Grad zur Vereisung und Zwangspause.Bernd Ziegler, Eppingen-Elsenz

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