Ducati 916 SPS (KT) (Archivversion)

Seit dem Einstieg von Ducati in die Superbike-WM durften die genialen Twins nicht weniger als sechs WM-Titel gegen die übermächtigen Vierzylinder aus Fernost auf ihrem Erfolgskonto gutschreiben. Für den Renneinsatz können laut Reglement bis auf den Rahmen sämtliche Fahrwerksteile durch sündhaft teure Komponenten ausgetauscht werden. Lediglich bei den Bremsscheiben und Rädern ist die Verwendung von Kohlefasermaterial verboten. Das Leergewicht ist seit der Saison 1996 mit 162,5 Kilogramm für alle Superbikes, egal ob Vier- Drei- oder Zweizylinder festgeschrieben. Auch bei den Triebwerken bleiben den Konstrukteuren viele legale Möglichkeiten offen, um Leistung und Drehmoment zu maximieren. Bis auf das Motorgehäuse dürfen nahezu alle leistungsrelevanten Motorenbauteile verändert oder durch hochwertige Werkstoffe ausgetauscht werden. Die Folge: Mindestens 150 000 Mark veranschlagen die Werke für ein WM-taugliches Superbike. Womit das ursprüngliche Ziel einer kostengünstigen und populären Rennklasse völlig aus den Augen verloren wurde. Allein bei Weltmeister Troy Corser auf der Power Horse-Ducati wurden pro WM-Wochenende bis zu sechs der zum Bersten aufgeblasenen 996er Motoren verheizt. In der laufenden Saison 1997 möchten die Italiener mit dem verstärkten und damit homologierten 916 SPS-Motorgehäuse Ausfallerscheinungen und Kosten ihres Superbikes drastisch reduzieren.

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