Ducati 998 R 1.46,11 (Archivversion)

Nach der überzeugenden Fahrwerksvorstellung der 748 R sind die Erwartungen an die 998 R hoch gesteckt: brillantes Fahrwerk gepaart mit der Power des Testastretta-Motors – ein Traum. Doch vonwegen. Zwar geht das mit der Power des dumpf grollenden V2 voll und ganz in Ordnung, aber die Art, wie einem der Drehzahlbegrenzer bereits ab 10500/min die Tour versaut, ist beispiellos. Der V2 schaltet so schlagartig ab, dass man mit dem Helm gegen die Scheibe knallt. Auch in Sachen Fahrwerk erlaubt sich die 998 einen Patzer. Deutlich unhandlicher als ihre kleine Schwester lenkt sie ein und schiebt übers Vorderrad zum Kurvenaußenrand. Der erwartet hohe Kurvenspeed fehlt dadurch, und frühes Beschleunigen ist bei dieser Fahrwerksabstimmung nicht möglich. Es drängt sich der Verdacht, die Ducati-Mannen haben durch ein zu weit angehobenes Fahrzeugheck in Verbindung mit dem steil eingestellten Lenkkopf die Sache verschlimmbessert.

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