Ducati auf der Intermot Neue Monster und Touring-GT

Foto: Schümann
Als letzter der großen Hersteller hat Ducati an den Stand geladen, um die Neuheiten vorzustellen. Neben der bereits angekündigten neuen Monster 1100 hatten die Italiener noch eine neue Sportclassic-Version im Gepäck, die GT 1000 Touring. Bei der großen Monster setzen die Ducati-Entwickler, wie bereits von MOTORRAD gemeldet, auf den bewährten Zweiventil-Motor, eine Monster mit Vierventiler ist nicht in Planung. Aus genau genommen 1078 Kubik Hubraum schöpft der V2 95 PS und bietet ein eindrucksvolles Drehmoment von 103 Newtonmetern. Ducati Marketing-Chef Diego Sgorbati drückt es so aus: "We searched for torque not for horsepower". So enstehe die richtige "Desmosensibilität" die eine Monster bieten müsse. Insgesamt wurde die Monster weiter abgespeckt, so sparten die Entwickler beim Kurbelgehäuse nach eigenen Angabe ganze drei Kilogramm ein.
Die 1100 gibt es in Rot, Silber und Schwarz, die S-Version in Weiß und Rot.
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Foto: Ducati
Kräftig überarbeitet wurden Rahmen und Fahrwerk, die 1100 ist jetzt vier Zentimeter höher, so soll die Schräglagenfreiheit verbessert werden. Dazu kommen neue und leichtere Leichtmetallfelgen mit fünf Speichen in Y-Form, die die ungefederten Massen reduzieren sollen.

Wer noch mehr Monster bekommen möchte, für den bietet Ducati die S-Version der 1100er an, die ebenfalls vorgestellt wurde: Öhlins- statt Showa-Federelemente und eine leichtere Vorderradbremse - die Träger der vorderen Bremsscheibe sind teilweise aus Aluminum, so wird ein gutes halbes Kilogramm gespart - sind die wichtigsten Eckpunkte des S-Pakets. Wichtiger als die Gewichtsersparnis beim Vorderrad soll die Reduktion der rotierenden Massen für ein verbessertes Handling ein.
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Im Schatten der beiden Monster stand die GT 1000 Touring. Sie basiert im Wesentlichen auf der GT 1000 und bietet serienmäßig ein Windschild und einen Gepäckträger fürs entspannte Touren und verchromte Schutzbleche für den stilvollen Auftritt. Ab Februar gibt's die neuen Ducs beim Händler, die Preise für Deutschland stehen noch nicht exakt fest, die Standard-Monster soll jedoch um 11000, ihre S-Schwester um 13000 Euro kosten. Als weitere Marketing-Maßnahme gibt es im nächsten Jahr zu jeder neuen Ducati einen Dainese-Rückenprotektor dazu.

Die beiden neuen sind jedoch nicht das Einzige, was Ducati in diesem Jahr zu bieten hat. Ducati-Deuschland-Chef Walter Bauer kündigte schon jetzt für die Messe Eicma in Mailand, die in zirka einem Monat stattfinden wird, neue Ducati-Modelle an. Ducati-Präsident Gabriele del Torchio ging noch weiter und sprach von elf völlig neuen Modellen, mit denen die Italiener in den nächsten drei Jahre eine regelrechte Modelloffensive starten wollen.

Neben den Neuvorstellungen gingen die beiden Ducati-Chefs auch auf die sportliche und wirtschaftliche Situation von Ducati ein. Mit besonderem Vergnügen natürlich auf die sportlichen Ereignisse der jüngsten Vergangenheit. Am Sonntag vor der Intermot hat immerhin zuerst Casey Stoner den MotoGP-Lauf in Australien gewonnen und am gleichen Tag wurde Troy Bayliss mit seiner 1098 zum Superbike-Weltmeister gekürt. Schiere Freude im Sport, bei der wirtschaftlichen Betrachtung gab es ein differenzierteres Bild, bei dem Ducati jedoch auch gut abschneidet: Auch wenn der Motorrad-Markt in Europa nach Schätzungen von Ducati in diesem Jahr um acht Prozent nachgibt, kann man sich in Bologna über acht Prozent Umsatzwachstum freuen. Dank der hochpreisigen Sportler werde auch bei der Rendite eine starke Verbesserung erreicht. Wie es del Torchio etwas flapsig ausdrückte: "Eigentlich hat Ducati zum ersten Mal in der Geschichte richtig Geld auf dem Konto". Weitere Erfolgsmeldung: Mit zirka 45000 produzierten Motorrädern gibt es in diesem Jahr einen weiteren hausinternen Rekord.

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