Ducati-Neuvorstellungen 2013 Geburtstags-Monster und neue Multistrada mit elektronischem Fahrwerk

+++ UPDATE: Mit Foto-Shows +++ Ducati-Chef Gabriele del Torchio ist zufrieden: "Trotz der Wirtschaftskrise hat Ducati seinen Marktanteil in den letzten fünf Jahren verdoppeln können!", freute sich der Italiener zu Beginn der Pressekonferenz in Halle acht. Auch die jüngst erfolgte Übernahme durch Autobauer Audi sieht er positiv: "Ducati wird in jedem Fall Ducati bleiben."

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Foto: fact

Auf der Intermot setzten die Bologneser ihrem vor genau 20 Jahren auf eben dieser Messe in Köln erstmals vorgestellten Verkaufsrenner Monster ein Denkmal: Die Monster "20th Anniversary Edition" weist mit rotem Tank, silberner Schwinge und bronzefarbenen Gitterrohrrahmen die Design-Merkmale der Ur-Monster auf. Im Jubiläums-Look angeboten werden die (technisch ansonsten unveränderten) Modelle 696, 796 und 1100 Evo.



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Kräftig technisch überarbeitet hat Ducati sein Erfolgsmodell Multistrada. Das universell als Reisemotorrad, Sportler oder auch für leichte Geländeetappen einsetzbare Zweizylinder-Bike wurde motorseitig im Verbrauch und Drehmomentverlauf leicht optimiert. Wichtigstes Novum ist jedoch das "Skyhook" ("Himmelshaken") genannte elektronische Fahrwerk der S-Version. Wie bisher kann der Fahrer zwischen verschiedenen Fahrmodi wählen, die die Leistungsentfaltung des 150-PS-Motors von maximaler Power bis gedrosselten Regenmodus (100 PS) variieren. Je nach Modus passt die Elektronik nun auch das Fahrwerk von sportlich hart bis sänftengleich komfortabel an. Aktiv und selbsttätig variiert die Federung dabei je nach aktueller Fahrsituation und Straßenzustand, prozessorgesteuert werden Gabel und Federbein in Intervallen von fünf Millisekunden dabei ständig nachjustiert.

Messe-Schönheiten auf der Intermot 2012.
Ducati Marketing-Chef Diego Sgorbati im Interview zur neuen Multistrada 1200 S.
Foto: Hersteller

Ebenfalls in die Steuerung integriert sind die achtstufig regulierbare Traktionskontrolle sowie das ABS (beides serienmäßig). Der Fahrer, so versprechen die Ducati-Techniker, darf sich dank des semiaktiven Fahrwerks praktisch völlig von der Straße entkoppelt fühlen – quasi am Himmelshaken hängend. Die hochkomplexe Elektronik, versichert Marketing-Manager Diego Sgorbati, sei jedoch für den Fahrer keineswegs kompliziert, sondern soll ihm den Fahrspaß im Gegenteil so leicht und genussvoll wie nur möglich machen, da er nur einen Modus auswählen muss und die vorbereiteten Einstellungen genießen kann.

Rein äußerlich unterscheidet sich die Multistrada des Modellsjahrs 2013 nur wenig von der bisher bekannten 1200er. Der Frontschnabel hat etwas schärfere Konturen, im Scheinwerfer darüber strahlen nun LED-Leuchten und Tagfahrlicht.

Den Preis des vollelektronischen Universal-Bikes hat Ducati auch bereits festgelegt. So kostet die Multistrada 1200 S Touring (mit Heizgriffen und Koffersystem) 18490 Euro plus Nebenkosten. Für die Standard-Multistrada 1200 mit konventioneller Federung, aber inklusive ABS, Traktionskontrolle und vier Fahrmodi, ruft Ducati 15490 Euro auf. Top-Modell ist die trocken 194 Kilogramm leichte Version 1200 S Pikes Peak mit geschmiedeten Alurädern und etlichen Karbon-Teilen für 20990 Euro.

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