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Schon vor der offiziellen Pressekonferenz auf der Eicma in Mailand war bekannt, dass Ducati eine komplett überarbeitete, wassergekühlte Hypermotard vorstellen würde.

Ducati-Neuheiten auf der Eicma 2012 Ducati: Moderne Hypermotard und neue Hyperstrada

Dass Ducati eine komplett überarbeitete, wassergekühlte Hypermotard auf die Mailänder Messe bringen würde, war bereits bekannt. Nach sechs Jahren auf dem Markt und 26000 verkauften Exemplaren war es an der Zeit. Überraschend kam dagegen, dass es sich bei ihrem Antrieb nicht etwa um den 848-Motor, sondern um eine Neuentwicklung handelt: Einen Vierventiler auf Basis des Testastretta-Motors mit 821 cm³ und 110 PS.

Auf den ersten Blick sieht die Neue ihrer Vorgängerin verblüffend ähnlich. „Wir haben die Linie beibehalten“, bestätigt Projektleiter Federico Sabbioni, „ schließlich war auch die alte Version schön und kam optisch sehr gut an.“ Technisch jedoch ist laut Sabbioni fast jedes Teil neu. Insgesamt hat Ducati die Hypermotard leicht gezähmt, denn das Funbike soll nicht mehr so extrem daherkommen wie bislang und einen größeren Kundenkreis ansprechen.

Und so wurde mittels eines etwas höheren und näher zum Fahrer gerückten Lenkers die Sitzposition entschärft, der Tank fasst jetzt 16 statt bislang zwölf Liter, die Sitzhöhe liegt bei 87 Zentimetern, lässt sich aber mittels einer anderen Sitzbank auf 85 Zentimeter senken. Und nicht zuletzt – Tusch – gibt es endlich serienmäßig ABS. Dazu kommen Monoblock-Bremsen, Ride-by-Wire, Traktionskontrolle und unterschiedliche Riding-Modes. „Das Ziel war“, sagt Marketing-Chef Diego Sgorbati, „die Hyper zu einem modernen Funbike zu machen.“ Trotz Wasserkühlung, ABS und haufenweise Elektronik stige das Trockengewicht nur um drei auf 175 Kilogramm stieg  – Sgorbati nennt seine Ingenieurskollegen daher gar „wahre Zauberer.“

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Damit nicht genug, wartet Ducati gleich mit zwei Varianten zum Thema auf. Zum einen mit der schärferen SP für Leute, die es dann doch extremer lieben. Sie ist höher, bringt ein voll einstellbares Farhwerk mit Marzocchi-Gabel und Öhlins-Federbein mit, dazu Schmiederäder, einen konischen Alu-Lenker und Karbonteile. Zum anderen – und das ist eine weitere erfreuliche Überraschung – kommt ab Werk auch gleich noch eine Touring-Variante namens Hyperstrada. Mit Windschild, 25-Liter-Koffern, Hauptständer, breiterer und flacherer Sitzbank, niedrigerem und flacherem Lenker und einfach zu verstellendem Federbein dürfte sie sich zwar nicht gerade für die Weltreise, aber doch für mittlere und auch längere Touren eignen. Der Beifahrer soll laut den Entwicklern ein bequemes Plätzchen vorfinden.

Die Markteinführung der drei Modelle ist für Frühjahr 2013 geplant. Die Hypermotard gibt es in Rot und Schwarz, der Preis liegt bei 11200 Euro. Die Hyperstrada gibt es in Weiß und Rot für rund 12600 Euro und die scharfe SP kommt in Rot-Weiß-Schwarz für etwa 14600 Euro.

Ducati stellte auf der Eicma die Panigale 1199 R, zwei Modelle der neuen Hypermotard und die Hyperstrada vor ...
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