Eine schrecklich nette Familie (Archivversion) Bimota, die SB-Baureihe und ihre Importeure.

Vittore Bianci, Giuseppe Morri und Massimo Tamburini. Drei Männer mit dem gemeinsamen Hobby Motorradfahren. Doch ihre 1965 gegründete Firma Bimota konstruierte zunächst Heizungs- und Lüftungsanlagen. Tamburini, der eine jämmerlich wackelnde CB 750 fuhr, konnte schließlich Morri davon überzeugen, ein neues Fahrwerk für die Honda zu bauen. Bianci dagegen verließ aufgrund der Idee, Motorradrahmen zu bauen, die Firma.Tamburini baute von nun an Gitterrohrrahmen. Sie sind seine Spezialität und das Markenzeichen aller Bimota-Konstruktionen. Rennfahrergrößen wie Lega, Kneubühler, Coulon, Pileri oder Cecotto vertrauten auf die stabilen Rohrgeflechte für ihre schnellen Yamaha-Zweitakter. Mit Cecotto wurde Bimota 1975 sogar Weltmeister. Bald schon fanden die Fahrwerke im Rennsport für die verschiedensten Motoren Verwendung. So auch für den Zweitakt-Twin T 500 von Suzuki. Die SB 1 war für die italienische Juniorenmeisterschaft gedacht.Doch mit dem Rennsport war kaum Geld zu verdienen. Um Straßenmotorräder zu bauen, brauchte das Duo Motoren. Doch weder die Japaner noch ihre Landsleute wollten ihnen welche liefern. Für die SB 2 kaufte Morri 300 Suzuki GS 750, nahm deren Motoren und verschleuderte den Rest für kleines Geld. Mit der SB 3 konnte Bimota den ersten Motorenvertrag ergattern. Die Italiener lieferten 1979 Fahrwerk-Kits, und Suzuki Deutschland montierte die 90 PS starken 1000er Vierzylinder.Mit der SB 4 wagte 1984 zunächst Heinz Wegmann, Doktor der Kernphysik aus München, die teuren Edelrenner unter seinesgleichen zu verkaufen. Bereits ein Jahr später machte sich die Firma Höly in Schriesheim daran, die SB 5 unters Volk zu bringen. Doch auch die Hessen blieben der Marke nur ein Jahr treu. Erst Reinhold Kraft aus Leutkirch blieb der Marke zehn Jahre treu - bis 1996. Er durfte die SB 6 und SB 7 seiner Kunden pflegen.

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