Einstellungen

Einstellung 1: Ritzelhöhe 414 mm, Schwingenlagerhöhe 412 mm, Hinterachshöhe 312 mm, Heck Niveau 0 mm, Schwingenlagerversatz 2 mm nach oben. Ergebnis: Der um zwei Millimeter nach oben verlagerte Schwingendrehpunkt ist subjektiv in keinem Fahrzustand wirklich zu spüren. Auch die Datenaufzeichnungen lassen nur minimale Unterschiede beim Federverhalten im Bereich von zwei Millimetern erkennen. Die durchweg guten Lenk- und Kurveneigenschaften der ZX-6RR zeigen sich gegenüber der Serieneinstellung unverändert. Somit bleiben Korrekturen der Fahrwerksgeometrie in solch engen Bereichen den Rennteams zur absoluten Feinabstimmung vorbehalten.Einstellung 2: Ritzelhöhe 414 mm, Schwingenlagerhöhe 409 mm, Hinterachshöhe 312 mm, Heck Niveau 0 mm, Schwingenlagerversatz 2 mm nach unten. Ergebnis: Mit dem in diesem Versuch zwei Millimeter nach unten verlagerten Schwingendrehpunkt (die Einsätze wurden um 180 Grad gedreht) taucht die Kawasaki beim harten Beschleunigen hinten leicht ab – wie das Datarecording beweist. Subjektiv halten sich die Veränderungen im Fahrverhalten jedoch in Grenzen. Bis auf ein leichtes Pumpen beim Beschleunigen in Schräglage ist das Fahrverhalten gegenüber der Standardeinstellung und dem ersten Versuch identisch.Einstellung 3: Ritzelhöhe 406 mm, Schwingenlagerhöhe 401 mm, Hinterachshöhe 312 mm, Heck Niveau minus 18 mm, Schwingenlagerversatz zentrisch. Ergebnis: Die Absenkung des Rahmenhecks um 18 Millimeter durch Verkürzen des Federbeins macht die Kawasaki unhandlicher und verursacht eine deutliche Tendenz zu weiten Kurvenradien, dabei kommt die ZX-6RR beim Beschleunigen in Kurven von der Ideallinie ab. Zudem beginnt das Heck leicht zu pumpen. Ursache: Die stabilisierende Ausfederung ist durch den flacheren Schwingenwinkel zu gering, die Federung sackt durch die dynamische Radlastverlagerung um bis zu zwölf Millimeter stärker zusammen, wodurch der Lenkkopfwinkel nochmals rund ein halbes Grad größer, der Nachlauf etwa vier Millimeter länger ausfällt. Einstellung 4: Ritzelhöhe 430 mm, Schwingenlagerhöhe 428 mm, Hinterachshöhe 312 mm, Heck Niveau plus 23 mm, Schwingen-lagerversatz: zentrisch. Ergebnis: Mit einem rund 23 Millimeter höheren Heck und der dadurch stärker angewinkelten Schwinge wird die ZX-6RR extrem agil und handlich, in engen Kurven jedoch schon fast kippelig. Im harten Beschleunigungsvorgang decken sich Datarecording und subjektive Fahreindrücke: Das Heck federt rund fünf Millimeter weiter aus als in der Serieneinstellung, womit die Kawasaki am Kurvenausgang eine sehr enge Linienwahl zulässt. Einbußen in Sachen Haftung sind nicht zu spüren, da beim Überfahren von Bodenwellen genügend Negativfederweg vorhanden ist und die Last auf dem Hinterrad lediglich um rund ein halbes Kilogramm geringer wird als im Serienzustand.

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