El Circuit de Catalunya

El Circuit de Catalunya

Z wischen elf und zwölf Meter breit, 4727 Meter lang, 13 Kurven, acht Mal rechts und fünf Mal links herum: Das sind die nüchternen Eckdaten einer Strecke, die trotz ihrer Formel-1-Ausrichtung auch für Motorradfahrer faszinierend ist. Eingebettet in die Hügellandschaft vor Barcelona, stellt dieser schnelle Kurs sowohl an den Motor als auch an das Fahrwerk höchste Anforderungen. Zum Beispiel die über einen Kilometer lange, zunächst leicht ansteigende Ziel-
gerade. Wer hier nicht genügend Leistung besitzt, hat schon fast ver-
loren, zumal die schnelle, leicht ab-
fallende Zieleingangskurve am Ausgang bereits Tempi um die 170 km/h zulässt. Dann wird beschleunigt bis in den sechsten Gang (bei den 1000ern bis 299 km/h), bevor die Rechts-Links-Kombination am Ende der Gerade zu heftigem Ankern zwingt. Runter in den Zweiten, hart von rechts auf links umgelegt, bevor hinauf zum Turn 3, einer langen Rechts, kurz beschleunigt wird. Hier ist eine sensible Gashand gefragt, da man ewig lang in Rechtsschräglage im Teillastbereich unterwegs ist. Nach dieser Rechts wird noch mal herzhaft beschleunigt, bevor die nächste lange, aber engere Rechts folgt. Nach der anschließenden kurzen Geraden (da laufen viele Motoren in den Begrenzer, weil sich Schalten nicht lohnt) fällt eine scharfe Links den Berg hinunter tückisch ab, bevor es im leichten Knick durch eine Senke zur nächsten Links
geht. Dort wird in Schräglage angebremst, es ist wichtig, viel Schwung für das folgende Bergaufstück mitzunehmen. Noch wichtiger ist es, den Einlenkpunkt für die folgende blinde Rechts zu finden. Wer hier verwachst, dem fehlt Schwung für die Gegengerade. Danach geht es im Stadion durch die scharfe Links und zwei flotte Rechtskurven zurück zur schnellen Zieleingangskurve.

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