Entwicklungsprojekte von Ducati Ducati-News

In Zeiten wie diesen dürfen Motorradhersteller an allem sparen, nur nicht an der Entwicklung neuer Modelle. Dieser Grundsatz bestimmt offenbar die Strategie von Ducati, denn Gerüchte über allerlei interessante Projekte blühen derzeit so üppig auf wie die Frühlingsvegetation.

Computerretusche: Bar
Das zweirädrige SUV von Ducati, eine mit Testastretta-Power motorisierte Nachfolgerin der Multistrada, ist dabei nicht mitgerechnet, weil schon sicher ist, dass sie kommt. Wie jetzt bekannt wurde, haben die Designer die neueste, der Serienreife entgegengehende Version ganz anders gestaltet – nämlich größer und üppiger verkleidet – als den Prototyp, der im November letzten Jahres den Händlern gezeigt wurde und von dem ein Phantombild in MOTORRAD 4/2009 erschien.

Darüber hinaus, so verlautet im Grundsatz übereinstimmend aus verschiedenen Quellen, arbeiten die Entwickler an einer Ducati Vmax. Genauer: an einer optimalen Synthese von Yamaha Vmax, Harley-Davidson V-Rod und Moto Guzzi Griso. Sportlicher als die Harley, viel stärker als die Guzzi und bei hohem Tempo fahrstabiler als die Yamaha. Als Kraftquelle für ein solches Motorrad soll eine auf 1250 bis 1280 cm3 vergrößerte Variante jenes Testastretta evoluzione dienen, der die aktuellen 1198 antreibt. Möglich wäre auch – so deutete ein Ducati-Sprecher an – der Einsatz eines Kompressors; der Platz dafür findet sich leichter im langgestreckten Chassis eines Dragsters als in einem Supersportler. Italienische Journalisten glauben gar, dass eine Variante des 990er-V4 zum Einsatz kommt, der für die Desmosedici RR entwickelt wurde. Sie haben die Computerretusche der Vyper initiiert, doch diese Möglichkeit gilt als die weniger wahrscheinliche.

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Computerretusche: inmoto
Noch spannender sind die Vorarbeiten zu einem Motorrad, das am anderen Ende der Modellpalette angesiedelt ist: einem preisgünstigen Sportler als Nachfolger der verblichenen SS-Baureihe. Zwar wollte keiner konkret werden, doch schon seit längerer Zeit kreisen Gespräche mit verschiedenen Ducati-Mitarbeitern um die Marke von 160 Kilogramm Trockengewicht für ein solches Motorrad und die Frage, wie diese Vorgabe mit möglichst wenig Aufwand zu erreichen sei. Allein durch eine schlichte Ausstattung ist sie nicht zu schaffen, da ist mehr Aufwand, etwa ein Rahmen aus hochwertigen dünnwandigen Rohren oder geschmiedete Räder nötig. Solche Feinheiten würden jedoch den Preis in die Höhe treiben, der auf alle Fälle vierstellig, besser noch unter 9000 Euro bleiben sollte. Offenbar ringt Ducati noch um den optimalen Kompromiss. Der italienische Designer Oberdan Bezzi schlägt eine modernisierte Form des ursprünglichen Pantah-Designs vor; nicht wenige Redakteure von MOTORRAD waren spontan begeistert davon.

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