55 Bilder

Erik Buell Racing gibt auf Aus für Erik und EBR

Der US-Supersportler-Hersteller muss zusperren: 20 Millionen Dollar Miese. Zu viel Rennsport, zu wenig Entwicklung? Erik Buell hat das Schicksal des genialen Ingenieurs, aber schlechten Geschäftsmanns ereilt.

Das Ende der Marke Buell bei Harley-Davidson kam 2009, jetzt ist auch die Nachfolgefirma Erik Buell Racing (EBR) offenbar Geschichte.

Laut einem Zeitungsbericht des Milwaukee Journal Sentinel haben die 126 Mitarbeiter der Firma in East Troy im US-Bundesstaat Wisconsin am gestrigen Mittwoch erfahren, dass ihre Firma dicht machen muss. Grund seien rund 20 Millionen US-Dollar Schulden. Die Firma steht nun in einer Art Insolvenz-Verfahren unter staatlicher Aufsicht der entsprechenden US-Behörden.

Anzeige
Foto: Buell

"Das ist ein Schlag, den der Begriff Enttäuschung nicht annähernd zu beschreiben vermag", zitiert die Zeitung den nun erneut gescheiterten Firmenchef Erik Buell.

Er hatte EBR 2010 mit seinem privaten Vermögen gegründet und sich zum Ziel gesetzt, praktisch aus dem Stand heraus sportliche bis supersportliche Motorräder mit großvolumigen V-Motoren zu bauen, die sich qualitativ auf japanischem Standard bewegen sollten.

Doch weder beim Design hatte Buell ein glückliches Händchen noch bei der Preisgestaltung. Die Maschinen waren zwar leistungsstark und höchst individuell, aber nicht massenkompatibel und ausgesprochen teuer.

Anzeige

Zu viel Geld ins eigene Rennteam gesteckt?

Frühere Mitarbeiter meinten auch, Erik Buell habe sich zu sehr von seiner Leidenschaft für den Rennsport leiten lassen und zu viel Geld ins eigene Rennteam gesteckt, das nun der Firma gefehlt hat. Die Firmen-Website von Erik Buell Racing war am Donnerstag bereits offline. Die von Buells Rennteam www.teamheroebr.com funktionierte noch.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote