Erlkönig BMW K auf Testfahrt Voll sportlichem Ehrgeiz

Foto: Lehmann
Sie fährt schon: BMWs neue Vierzylinder-Maschine
Sie fährt schon: BMWs neue Vierzylinder-Maschine
Noch dieses Jahr wird BMW die neue K-Baureihe der Weltöffentlichkeit präsentieren. Das zeigt der hier erwischte Prototyp. Klares Indiz: Die Münchner testen bereits das neue Gepäcksystem an dem Sportler, was erst dann auf dem Programm steht, wenn der Rest eines Motorradkonzepts nahezu festgenagelt ist.
So zeigt diese Versuchsmaschine fast schon Serienreife. Die Verkleidung ist im Heckbereich sportlich schlank gestaltet, während Front und Seitenteile eher konventionell gerieten. Auffallend filigran und leicht wirken die neuen Räder. Gut versteckt wurden sowohl die neue Vorderradführung nach dem Hossack-System als auch die schlanke Einarmschwinge mit Kardanantrieb für das Hinterrad.
Der stark nach vorn gekippte Reihen-Vierzylindermotor darf durch eine mächtige Auspuffanlage ausatmen. Deren Konus und Endstück scheinen abschraubbar zu sein. Erstaunlich dabei ist, dass der bis 1300 cm3 große Motor die strengen Geräusch- und Abgasvorschriften mit einer Vier-in-eins-Auspuffanlage einhalten will. Anscheinend hat die BMW-Mannen diesbezüglich sportlicher Ehrgeiz gepackt; sie möchten sich wohl von den großen japanischen Vorbildern Honda CBR 1100 XX und Suzuki Hayabusa mit ihren Vier-in-zwei-Anlagen absetzen.
Die Sitzposition auf der neuen K-BMW bleibt verhalten sportlich. Der Testfahrer, der sich für MOTORRAD so fotogen in die Kurve legt, ist offensichtlich sehr bequem untergebracht. Die Blinker werden in der Serie wahrscheinlich doch in die Spiegel integriert.
Den Fans der K-Baureihe mit liegendem Vierzylinder sei eines verraten: Sie bleibt weiter im Modellprogramm.

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