Erlkönig Bonneville (Archivversion)

Wer bei diesem Anblick an eine Yamaha von Anfang der achtziger Jahre denkt, hat genau die richtige Assoziation. Doch es wäre kurzsichtig, die neueste Bonneville-Variante wegen ihrer etwas hölzern wirkenden Gussräder und der wie ausgebleicht aussehenden Tanklackierung auf das Prädikat Retro-Bike zu reduzieren. Dank der 17-Zoll-Räder fällt die Sitzhöhe sehr niedrig aus, was der lange Kerl, der sie auf dem Foto fährt, zwar nicht nötig hat, viele Neu- und Wiedereinsteiger oder Menschen von zarterer Statur hingegen schon. Und ein Gepäcksystem mit sichtbar geräumigen Taschen, das Triumph gleich mit entwickelt hat, steigert die Alltagstauglichkeit der neuen Bonnie erheblich. Dass sie es so plakativ zur Schau trägt, darf getrost als Aufforderung verstanden werden: „Fahr mich ruhig jeden Tag, zur Arbeit, zum Einkaufen oder sonst wohin. Ich kann das.“ Nachdem die 865er-Reihenzweizylinder erst für dieses Jahr mit Einspritzung und Kat Euro-3-tauglich gemacht wurden, sind Motormodifikationen nicht zu erwarten. Es bleibt also bei 67 PS, damit nützt die Bonneville die Versicherungsklasse bis 78 PS nicht optimal aus.

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