Essay: Kaufverhalten (Archivversion) Vernunft und Wahnsinn

Bevor Menschen ein Motorrad erwerben, laufen im Hirn komplexeste Abwägungsprozesse ab. MOTORRAD versucht, anhand von fünf konträren Kaufzielen die Kluft zwischen Vernunft und Wahnsinn nachzuzeichnen.

Die Verkaufszahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Wir tendieren zum Kauf „vernünftiger“ Motorräder, obwohl auf Messen oder Treffs die „unvernünftigen“ umringt werden. Das wirft ein Licht auf den Konflikt zwischen Kopf und Bauch, der sich wohl vor jeder Kaufentscheidung in uns abspielt. Warum beeinflussen uns Kriterien wie Preis, Alltagsnutzen und Werterhalt so stark? Was bedeuten uns Design, Sound, Leistung oder Testergebnisse? Was ein spielerisches Handling und was das anspruchsvolle, tägliche Niederringen eines störrischen Bocks? Warum nicht Rock n Roll statt Ratio, warum die kleine Kawa statt der großen Liebe? Fragen, auf die auch Marktforschungsanalysen letztlich keine eindeutige Antwort geben können. In der Zeit vor dem Motorradkauf sind wir mit dem Hexenkessel unserer Gedanken allein. Dann öffnet sich der Riss zwischen Vernunft und Wahnsinn, die Kluft zwischen kühlem Rechnen und heißem Fühlen. Lesen Sie nun fünf exemplarische Geschichten zum Thema Entscheidungsfindung. Vielleicht erkennen Sie sich in der einen oder anderen wieder, spüren das pralle Motorradleben.

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