Europas Dach-Verband (Archivversion)

Was der BVDM, Kuhle Wampe und die Biker Union in Deutschland sind, ist seit 1998 die FEMA in der EU: die Interessenvertretung der Motorradfahrer. FEMA steht für Federation of European Motorcyclists‘ Associations. Zu deutsch: europäischer Dachverband nationaler Motorradverbände. Er pflegt den Kontakt zur EU-Kommission sowie den Abgeordneten des Europa-Parlaments und berät sie bei der Ausarbeitung von Gesetzen, die sich auf Motorräder auswirken. Durch diese Lobbyarbeit gelang es der FEMA zum Beispiel, 1994 das Gesetz für ein europaweites 100-PS-Limit für Neumaschinen oder 1990 den Vorschlag für einen drei-stufigen Zweiradführerschein zu verhindern. Aktuell setzt sich die FEMA unter anderem gegen die Anwendung der Altautoverordnung auf Motorräder ein. Ein ständiges Thema ist zudem der Unterfahrschutz bei Leitplanken. Ferner berät die FEMA auch die UNO und die OECD, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, bei der weltweiten Harmonisierung von Normen und Standards etwa bei Leitplanken. 24 nationale Interessenverbände aus 19 europäischen Staaten, etwa der BVDM, bilden die FEMA. Die Mitgliedsverbände entsenden Delegierte zu den dreimal pro Jahr stattfindenden Tagungen des FEMA-Komitees, auf denen Aktivitäten geplant und koordiniert werden. Die FEMA ist politisch neutral und sitzt in Brüssel.

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