Ex-BMW-Motorsportchef im Training beim Brands Hatch GP in England gestorben Karl-Heinz Kalbfell tödlich verunglückt

Vergangenen Samstag starb der ehemalige BMW-Motorsportchef Karl-Heinz Kalbfell nach einem Sturz im Training beim Brands Hatch GP in England.

Foto: Jeske

Laut Informationen des Veranstalters trat Karl-Heinz Kalbfell mit seiner Matchless G50 in der Lansdowne Classic Series an. Im Training verlor der 63-Jährige die Kontrolle über sein Fahrzeug und stürzte am Kurvenausgang der Druids Bend auf dem Weg zur Graham Hill-Kurve. Einer der nachfolgenden Fahrer konnte Kalbfell nicht mehr ausweichen. Mit schweren Verletzungen wurde er ins Darneth Valley Hospital eingeliefert und verstarb dort. Als großer Fan klassicher Motorräder fuhr Kalbfell seit einigen Jahren in der englischen Meisterschaft historischer Motorräder.

Karl-Heinz Kalbfell war von 1977 bis 2004 für BMW unter anderem als BMW-Motorsportdirektor, Vorsitzender der Geschäftsführung der BMW M GmbH und Chef von Rolls-Royce tätig. Nach seinem Engagement für Alfa Romeo und Maserati arbeitete Kalbfell zuletzt von seinem Münchner Büro aus als selbstständiger Berater.

Zu seinen Highlights im Motorsport zählte Kalbfell den Titelgewinn von Roberto Ravaglia in der DTM 1989 auf dem Schnitzer-M3, den Le Mans-Sieg im BMW V12 LMR von Yannick Dalmas, Pierluigi Martini und Joachim Winkelhock und den zweimaligen Gesamtsieg von Maserati in der FIA-GT-Meisterschaft 2005 und 2006. Außerdem trieb Karl-Heinz Kalbfell im Jahr 2000 den Wiedereinstieg von BMW in die Formel 1 an.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote