Exklusiv: Hybrid-Roller von Piaggio Hybrid in die Zukunft

Foto: Piaggio
Schon gefahren: Auch der Piaggio X8 läuft als rollendes Versuchlabor in Erprobung.
Schon gefahren: Auch der Piaggio X8 läuft als rollendes Versuchlabor in Erprobung.
Höchst exklusiver Fahrtermin für MOTORRAD: Als erste Zeitschrift fuhren wir die Hybrid-Roller des italienischen Herstellers Piaggio, die Verbrennungs- und Elektromotor vereinen. Ähnlich wie beim Prius von Toyota, dem bekanntesten Auto mit dieser Technik, werden die Batterien des Elektromotors während der Fahrt durch die Energieabgabe des Verbrennungsmotors wieder aufgeladen. Piaggio verspricht so einen um 60 Prozent reduzierten Benzinverbrauch – und bei Bedarf lässt sich natürlich auf den reinen Elektro-Modus umschalten, was Geräusch und Abgas auf Null reduziert.
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Foto: Piaggio
Vollgepackt: Unter der Sitzbank des MP3 befinden sich die Lithium-Batterien. An Stauraum bleibt das Gepäckfach hinten.
Vollgepackt: Unter der Sitzbank des MP3 befinden sich die Lithium-Batterien. An Stauraum bleibt das Gepäckfach hinten.
Bislang hielt Piaggio das Projekt, das seit 2001 in Zusammenarbeit mit der Universität Pisa entwickelt wird, streng unter Verschluss. Nun standen für MOTORRAD gleich drei rollende Labors zum Ausprobieren bereit: eine Vespa 50, ein X8 125 und ein MP3 250. Nach den ersten Eindrücken auf der Teststrecke des Piaggio-Werks in Pontedera funktioniert das System gut, für den Fahrer ändert sich kaum etwas – außer einer erfreulich besseren Beschleunigung (laut den Piaggio-Technikern um bis zu 85 Prozent), wenn beide Motoren gleichzeitig auf vollen Touren laufen. Äußerst geschickt brachten die Ingenieure den Elektro-Motor unter, nämlich an der Triebsatzschwinge; äußerlich sieht man den Rollern die Neuerung daher kaum an. Die Batterien – beim MP3 aus Lithium, bei den anderen beiden Rollern derzeit aus Blei – befinden sich unter der Sitzbank beziehungsweise bei der Vespa im Beinschild.

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