Fahrbericht <br /><br /> Buell XB9SX CityX (Archivversion) Fahrt ins<br /><br /> Blaue

Erik Buell hat offensichtlich den Blues, seine
Motorräder kommen nun in Blau: Die XB12-Modelle
in »Thrust Blue« und die XB9SX CityX in »Hero Blue« mit transluzenten Plastikteilen und Crosslenker.

Was KTM erst bringen will, gibt es bei Buell schon: ein Funbike mit fettem V2-Antrieb. Die jüngsten Versionen, XB12S und R, begeisterten mit ihrem
satten Drehmoment, darunter litt zuletzt das Interesse an der drehfreudigeren 9er
ein wenig. Deshalb hat Erik Buell nun
ein peppiges Facelift ausgeheckt, das ab
sofort in Form der Lightning XB9SX CityX in den Handel kommt.
Die sieht wirklich cool aus: durchscheinende Plastikteile für Tankabdeckung und Windschild, dazu Handprotektoren, ein Schutzgitter vor den Scheinwerfern und ein breiterer Lenker mit Querstrebe. Die Richtung erschließt sich dem Betrachter augenblicklich: eine fetzige Mischung aus Supermoto, Funbike und Streetfighter.
Die Technik wurde nur im Detail
optimiert. Dass die Gänge etwas besser flutschen, merkt der Buell-Kenner sofort. Dem entgehen auch nicht die dank Feintuning am Motormanagement noch sanf-
teren Lastwechsel. Die Gabel wuchs im Durchmesser um zwei Millimeter, was in geringem Maß der Lenkpräzision zugute kommt. Bei sportlicher Fahrweise gerät
sie gelegentlich ins Stuckern, Abhilfe könnten härtere Federn aus dem Zubehörprogramm schaffen.
Viel wichtiger sind die neuen Reifen
bei allen Buells: Die 12er rollt nun endlich auf Dunlop D 208, wodurch es in Kurven
erheblich runder läuft als mit den eigenwilligen D 207. Die Pirelli Scorpion Sync auf der CityX hinterlassen bei etwas geringerer Haftung im Handling einen ähnlichen guten Eindruck.
Für eine aktivere Sitzposition sorgt die zwei Millimeter dickere Sitzbank zusammen mit dem breiteren Lenker. Kurzbeinige baumeln allerdings mit den Füßen in der Luft, aber auch da gibt’s was: Neben
dem niedrigeren Sitz der 12er findet sich
in der Zubehörliste eine extra flache Bank. Das Beste kommt zum Schluss: Die CityX hält mit 9280 Euro gebührenden Abstand zur 12er (11500 Euro).

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