Fahrbericht Derbi Cross City 125 (Archivversion)

Light-Produkt

Mit einer Palette neuer 125er-Motorräder will uns Derbi am spektakulären Aufschwung des spanischen Motorradmarkts teilhaben lassen. Knapp 260000 Motorräder und Roller über 50 Kubik wurden auf der Iberischen Halbinsel 2006 neu zugelassen – damit sind die rund 40 Millionen Spanier nach den Italienern Europas fleißigste Motorradkäufer. Der Boom spült Geld in die Kassen der Hersteller und fördert die Entwicklung neuer Modelle, die auch nach Deutschland kommen.
Urbane Zweirad-Einsteiger sind die Zielgruppe der Derbi Cross City 125, die MOTORRAD bei ihrer Präsentation in Madrid fahren konnte. Technisch stammt sie von der Senda 125 Baja ab, von der sie Motor und Elemente der Rahmenkonstruktion übernahm. Trotzdem ist die schlanke, niedrige Cross City ein ganz anderes Motorrad. Ihr klares, zurückhaltendes Design und ihre wertig wirkenden, matten Oberflächen strahlen Coolness und Understatement aus, ihre Drahtspeichenräder sind historisches Zitat – modern und klassisch, gestylt und praktisch zugleich.
Beim Losfahren wird schnell klar, dass die Antriebstechnik eher der Tradition nahesteht. Der Zweiventiler, den der große chinesische Zweiradhersteller Zongshen im Auftrag von Konzernmutter Piaggio nach Honda-Lizenz fertigt, verlangt zum Start nach dem am Vergaser montierten Choke. Kupplung und die fünf Gänge flutschen leicht, der Einzylinder lässt den Fahrer durch Vibrationen an seinem Engagement teilhaben. Derbi nennt 110 km/h als Höchstgeschwindigkeit, die mit einigem Anlauf erreichbar scheinen.
Der Alltag dieser 125er dürfte sich jedoch vorwiegend in städtischem Umfeld abspielen, und hier sind die enorme Handlichkeit, der kleine Wendekreis und die niedrige Sitzhöhe der leichten Cross City, die auch weniger routinierten Piloten auf Anhieb Vertrauen einflößen, entscheidend. Die Federung spricht gut an, die Bremsen sind den hinsichtlich Gewicht und Geschwindigkeit doch recht überschaubaren Anforderungen deutlich überlegen.
Längeren Reisen steht neben dem Fehlen eines Gepäckträgers vor allem die straff gepolsterte und im vorderen Bereich recht schmale Sitzbank entgegen, die aber auf der anderen Seite Kurzbeinigen den sicheren Bodenkontakt erleichtert. Weil keine Verkleidung stört, kommen auch Lange mit der Cross City gut zurecht.
Leistungshungrige müssen indes nicht darben. Noch im Sommer sollen das Funbike Terra 125 und die Mulhacén 125 zu haben sein – mit Wasserkühlung, vier Ventilen und echten 15 PS.
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Technische Daten Derbi Cross City 125 (Archivversion)

Motor: luftgekühlter Einzylinder-Viertaktmotor, eine oben liegende, kettengetriebene Nockenwelle, zwei Ventile, Vergaser, Ø 26 mm, Euro 3, Nasssumpfschmierung, E-Starter, Fünfganggetriebe, Kette.
Bohrung x Hub 56,5 x 49,5 mm
Hubraum 124 cm3
Verdichtungsverhältnis 9,2:1
Nennleistung 8,8 kW (12,0 PS) bei 8500/min
Max. Drehmoment k. A.

Fahrwerk: Brückenrahmen aus Stahl mit geteiltem Unterzug, Telegabel, Ø 37 mm, Zweiarmschwinge mit Zentralfederbein, Scheibenbremse vorn, Ø 280 mm, Doppelkolben-Schwimmsattel, Scheibenbremse hinten, Ø 220 mm, Einkolben-Schwimmsattel, Drahtspeichenräder.
Reifen 100/90-18; 130/80-17

Maße und Gewichte: Radstand 1384 mm, Federweg v/h 130/135 mm, Sitzhöhe 825 mm, Gewicht vollgetankt ca. 118 kg, Tankinhalt 8
Liter.
Garantie zwei Jahre
Farben Anthrazit, Mango, Weiß
Preis inklusive Nebenkosten 2990 Euro

Dauertest-Fuhrpark (Archivversion) - Tauschbörse

Vom Härte- zum Dauertest: Vor kurzem noch wurde die Yamaha YZF-R1 im Rahmen des Master Bike zu schnellen Runden getrieben, unmittelbar danach gelangte sie – gut eingefahren – als Neuzugang in den Dauertestfuhrpark von MOTORRAD.
Diesen bereichert die Kawasaki ZZR 1400 schon seit über 25000 Kilometern. Kurz vor dieser Marke war eine größere Tauschaktion fällig. Im Rahmen einer Inspektion und auf Garantie wurden die vorderen Bremsscheiben wegen Bremsrubbelns ebenso ersetzt wie die Beläge und die angegriffenen Radlager des Vorderrads.
Im Vergleich dazu ist ein Reifenwechsel nichts Besonderes, im Falle der Vespa GTS 250 verdient er jedoch besondere Erwähnung. Sie kam bei 12808 Kilometern in den Genuss einer Inspektion sowie eines Satzes Pirelli GTS 23. Und plötzlich war das von vielen beklagte Shimmy, ein leichtes Lenkerflattern, das meist zwischen 60 und 80 km/h auftritt, passé.
Was man vom Öl der Suzuki GSX-R 1000 nicht behaupten kann. Es war lediglich verblasen, und zwar vom Fahrtwind über das ganze Motorrad. Offenbar konnte die Ventildeckeldichtung bei Kilometerstand 36254 den auftretenden Temperaturen oder Drücken nicht mehr standhalten, so bildete sich auf der rechten Motorseite ein kleines, aber lästiges Leck. Nicht zum ersten Mal. Derzeit sucht eine Suzuki-Werkstatt die Ursache der Öl-Inkontinenz.
Last but not least lässt die Triumph Daytona 675 bekannt geben, dass sie nun wieder richtig schön geworden ist. Weil sich die Klarlackschicht der goldfarbenen Lackierung großflächig abgelöst hatte, erhielt die 675 bei Kilometerstand 22911 eine neue Verkleidung. Ras

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